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    Goiânia

    Neymar rettet Brasiliens 2:1-Sieg über Argentinien

    Zwei Jahre vor der WM im eigenen Land bleibt es für Brasiliens Nationaltrainer Mano Menezes äußerst ungemütlich.

    Matchwinner
    Brasiliens Stürmer Neymar war der Matchwinner für Brasilien.
    Foto: Fernando Bizerra Jr - DPA

    Beim glücklichen 2:1-Erfolg über Erzrivale Argentinien musste sich der zuletzt auch von Idol Pelé kritisierte Coach noch während der Partie Pfiffe wegen der schwachen Leistung der Seleção und «Adeus, Mano»-Rufe anhören. Das passte Matchwinner Neymar gar nicht.

    «Man sollte bis zum Schluss warten. Niemand wird gern ausgepfiffen, niemand wird gern kritisiert. Wir geben unser Bestes auf dem Platz», schimpfte der Stürmerstar. Erst sein Handelfmeter in der Nachspielzeit bescherte dem Rekordweltmeister in Goiânia den Sieg. Viele Fans forderten eine Rückkehr des zuletzt bei Palmeiras gefeuerten Ex-Nationaltrainers Luiz Felipe Scolari. Der Trainer-Routinier hatte die Brasilianer 2002 zum fünften WM-Titel geführt.

    Auch Pelé hatte jüngst ein Comeback von Scolari ins Gespräch gebracht und Menezes bescheinigt: «Er ist ein guter Trainer, aber er hat es noch nicht geschafft, eine Mannschaft aufzustellen, der man richtig vertrauen könnte.» Die Enttäuschung sitzt immer noch tief, weil die Olympia-Auswahl unter Menezes in London die fest eingeplante erste Goldmedaille für Brasiliens Fußballer im Finale gegen Mexiko überraschend verspielt hatte.

    Menezes führte den Unmut der Zuschauer im Serra-Dourada-Stadion lediglich auf die Auswechslung des bis dahin stark spielenden Lucas zurück. «Die Fans haben ihre Vorlieben. Mein Job ist es, die Nationalmannschaft besser zu machen. Das ist gelungen, und so haben wir am Ende gewonnen», erklärte der Coach beinahe trotzig. Die Sportzeitung «Lance!» attestierte dem Team dagegen ein schlechtes Spiel und kritisierte «ein Festival von Fehlpässen und Stellungsfehlern». «O Globo» sieht Menezes einem «unerbittlichen Druck» ausgesetzt.

    Im Hinspiel beim «Superclássico das Américas» hatte Paulinho in der 25. Minute für die Gastgeber ausgeglichen. Die Argentinier waren durch den für Corinthians Sao Paulo spielenden Juan Manuel Martínez (19.) in Führung gegangen. Erst der Elfmeterpfiff des paraguayischen Schiedsrichters Carlos Amarilla nach einem Handspiel von Leandro Desábato und Neymars Treffsicherheit vom Punkt erlösten die Gastgeber.

    Bis dahin war der 20-Jährige kaum in Erscheinung getreten. Für das Rückspiel am 3. Oktober im argentinischen Resistencia gab sich Neymar optimistisch: «Dort wird das Spiel ganz anders sein. Sie haben hier verloren und werden uns angreifen.» Auch dann muss Argentinien ohne seinen Topstar Lionel Messi vom FC Barcelona antreten, denn zugelassen sind nur Spieler aus den Ligen der beiden Länder. Im Juni hatte Messi bei Argentiniens 4:3-Sieg über Brasilien gleich dreimal getroffen. Der «Superclássico das Américas» ist der Nachfolger der «Copa Roca» zwischen Brasilien und Argentinien, der zwischen 1914 und 1976 unregelmäßig ausgetragen wurde. Die Premiere des «Superklassikers» hatten die Brasilianer im Vorjahr gewonnen.

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