Archivierter Artikel vom 16.09.2010, 18:18 Uhr
New York

New Yorker Modewoche: Retro-Schick der 70er Jahre

Die Rocklängen rutschen nach unten, die verspielten 70er sind wieder da und die Farbe Weiß macht klare Ansagen. Bei der New Yorker Modewoche (9. bis 16. September) präsentierten internationale Designer die Trends für die Frühlings- und Sommersaison.

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Sommerlich und frisch: Neben knallbuntem Retro-Schick ist bei der New Yorker Modewoche schlichtes Weiß angesagt.

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Die Rocklängen rutschen nach unten, die verspielten 70er sind wieder da und die Farbe Weiß macht klare Ansagen. Bei der New Yorker Modewoche (9. bis 16. September) präsentierten internationale Designer die Trends für die Frühlings- und Sommersaison.

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Die verspielte Mode der 70er Jahre mit der locker sitzenden Kleidung kristallisierte sich bei den Schauen als Trend für die kommende Frühlings- und Sommersaison heraus.

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Wenn Saumlängen wirklich ein Konjunkturbarometer sind, stehen der Wirtschaft im kommenden Sommer schlechte Zeiten bevor: Bodenlange Röcke fegten bei der New Yorker Modewoche über die Laufstege. US-Designer Michael Kors präsentierte knöchellange Kleider aus Leinengewebe mit passenden Pullovern, Marc Jacobs steckte seine Models in flatternde Entwürfe und selbst Minimalist Narciso Rodriguez sparte für seine perfekt konstruierte Kollektion nicht mit Stoff.

New York Fashion Week
Lang und flatternd: Die Designer sparten bei ihren neuen Kollektionen nicht am Stoff. (Bild: dpa)

Die verspielte Mode der 70er Jahre mit der locker sitzenden Kleidung kristallisierte sich bei den Schauen als Trend für die kommende Frühlings- und Sommersaison heraus. Gekonnt zelebrierte das vor allem Kultdesigner Marc Jacobs, der mit Hosenröcken, luftigen Overalls und eng anliegenden Strickkleidern die Ideen von vor dreißig Jahren aufpeppte. Mit glitzerndem Makeup, großen Schlapphüten und Blumen im Haar erinnerten die Entwürfe an die Flower-Power-Bewegung.

Ansonsten dominierte viel schlichtes Weiß auf den Laufstegen, dafür wenige Muster. Lacostes Chefdesigner Christophe Lemaire hatte sich vom blütenweißen Tennis-Look der 20er Jahre inspirieren lassen. Er überzeugte durch schneeweiße Hosen mit hoch angesetzten Taillen, weiten Beinen und engen Bündchen. Ähnlich klare Aussagen kamen von Edun, der Linie von Ali Hewson und ihrem Mann, U2-Sänger Bono. Dort sorgten bei einfachen Hemdblusenkleidern aus Popeline-Stoff Stickereien und Perlen für interessante Details. Das Jeans-Label G-Star präsentierte funktionelle Designs zu schräg geschnittenen Hosenbeinen.

Mit Tommy Hilfiger und Donna Karan feierten gleich zwei legendäre New Yorker Designer mit der Sommersaison ihr 25-jähriges Geschäftsjubiläum. Als Pionierin des urbanen New Yorker Schick hielt sich Karan für ihre Kollektion mit dem Titel «Raw Romance» an zarte Naturfarben. Der künstlerisch-zerknitterte Look ihrer Safari-Jacken inspiriert eher dazu, den Reisekoffer zu packen, als sich durch den Großstadt-Dschungel zu schlagen.

Stars wie die Schauspieler Jennifer Lopez und Bradley Cooper sowie Sänger Lenny Kravitz saßen bei Tommy Hilfiger in der ersten Reihe und sahen eine farbenfrohe Kollektion. Für die Aftershow-Party ließ Hilfiger es krachen: Er feierte mit der Rockband The Strokes im Zuschauerraum der Metropolitan Oper im Lincoln Center, wo in diesem Jahr die Schauen zum ersten Mal stattgefunden hatten.

Webseite zur Fashion Week New York (engl.)