Archivierter Artikel vom 28.06.2010, 16:34 Uhr
Berlin

Neues Girokonto mit Pfändungsschutz

Jeder Verbraucher kann vom 1. Juli an sein Girokonto in ein Konto mit Pfändungsschutz umwandeln lassen. Damit hat der Kontoinhaber bei einer Pfändung erstmals weiterhin Zugang zu seinem Geld.

Auf dem sogenannten P-Konto bleiben monatlich 985,15 Euro vor dem Zugriff der Gläubiger bewahrt, erklärt die Verbraucherzentrale in Berlin. Dieser Freibetrag kann individuell angepasst werden. Ist der Kontoinhaber unterhaltspflichtig und bekommt Kindergeld, bleiben noch höhere Summen pfändungsfrei, die die Bank automatisch berücksichtigt. Arbeitseinkommen, Renten und Sozialleistungen sind ebenso geschützt wie Geldgeschenke Dritter.

Bei der Kontoumwandlung spielt es keine Rolle, ob eine Pfändung vorliegt oder nicht. Es kann einfach ein Antrag bei der Bank gestellt werden. Die Verbraucherschützer raten allerdings nicht jedem zum P-Konto, da es der Schufa gemeldet werden kann und somit eventuell die Kreditwürdigkeit beeinträchtigt.