Archivierter Artikel vom 12.08.2010, 13:38 Uhr

Neuer Versuch für Kanu-EM – nur WM-Zwischenstopp

Bratislava (dpa) – Auf ein Neues: Nach dem Abbruch der Europameisterschaften vor zwei Monaten wegen Hochwassers wollen die deutschen Slalom-Kanuten bei der Neuansetzung um die Medaillen kämpfen und sich in Bratislava für den Saison-Höhepunkt der WM in Form bringen.

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«Für das WM-Team ist es jetzt in der Vorbereitung wichtig, sich mit guten Läufen und Ergebnissen ein paar Erfolgserlebnisse zu schaffen», sagte Cheftrainer Michael Trummer. Die WM vom 9. bis zum 12. September im slowenischen Tacen hat oberste Priorität beim Deutschen Kanu-Verband, der mit seiner Flotte auch erst kurz vor dem Wettkampfstart am 13. August in der Slowakei anreiste. «Wir fahren nach Bratislava, um einen Wettkampf zu fahren, ohne uns unmittelbar spezifisch darauf vorbereitet zu haben. Ich hoffe, dass das aber bis zu den Finalläufen im Einzel keine Rolle mehr spielen wird», sagte der Coach.

Kajak-Olympiasieger Alexander Grimm, der sein Trainingspensum mit Blick auf die WM noch einmal erhöht hat, ist mit einem «guten Gefühl» in die Donau-Stadt gekommen. «Ich werde versuchen mich ins Finale zu fahren. Wenn ich das geschafft habe, dann werde ich natürlich auf Angriff fahren», sagte der 23 Jahre alte Goldmedaillengewinner von Peking.

Anders als beim ursprünglichen Termin an selber Stelle bleibt bei der Titelkampf-Premiere im Canadier-Einer der Damen diese Kategorie unbesetzt. Die Hildenerin Mira Louen, die beim ersten EM-Termin eine Schulterverletzung zugezogen hatte, fällt deswegen weiter aus.