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    Mainz

    Neuer Behälter für Wein: Zapf-Boxen sind im Kommen

    Wein aus dem Pappkarton? Mancher Weinkenner dürfte da die Nase rümpfen. Inzwischen sind aber immer mehr sogenannte Bag-in-Box-Weine auf dem Markt. Bei ihnen wird der Wein aus einem Folienbeutel in einem Pappkarton gezapft.

    «Noch hat diese Verpackungsform bei uns ein Imageproblem. Aber sie kommt langsam», sagt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in Mainz. Inzwischen werden auch hochwertige Tropfen in die innovativen Schläuche abgefüllt.

    Nicht nur ihr leichteres Gewicht spricht für die gut stapelbaren Weine, die vor allem in Skandinavien bisher sehr gefragt sind. «Unter Vakuum abgefüllt, ist der Wein im Folienbeutel vor Sauerstoff und Licht geschützt», erklärt Reiner Becker von der Weinkellerei Zimmermann-Graeff & Müller in Zell an der Mosel. Auch in der angebrochenen Box bleibe er vier bis sechs Wochen haltbar, ohne dass er altert. Ernst Büscher sieht darin einen großen Vorteil: «Wenn ich abends nur ein Gläschen trinken will, bleibt der Rest gut vor Luft geschützt.» Die Bag-in-Box-Weine gibt es in 1,5 und 3 Liter-Verpackungen.

    Für Paulin Köpfer vom Bio-Weingut Wilhelm Zähringer im badischen Heitersheim spricht vor allem die günstigere Öko-Bilanz mit weniger schädlichem Ausstoß von Treibhausgasen für die Boxen. Sein Betrieb habe sich diese von der Firma Climatepartner berechnen lassen, die Unternehmen zum Thema Klimaschutz berät. Im Vergleich zu einer 0,75-Liter-Flasche verringere sich der verursachte CO2-Ausstoß um etwa 30 Prozent, sagt Köpfer.

    «Wen der Pappkarton stört, kann den Wein ja in eine Karaffe füllen», empfiehlt Büscher. In die Boxen kämen bisher nur junge Tropfen, die binnen kurzer Zeit getrunken werden, und nicht solche, die drei Jahre und länger im Weinkeller liegen.

    Deutsches Weininstitut

    Weinkellerei ZGM

    Weingut Zähringer

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