Archivierter Artikel vom 19.04.2012, 13:03 Uhr
Hechtsheim

Neue Querspange entlastet demnächst den Ortskern

Der Hechtsheimer Ortskern erstickt im Verkehr. Für eine kleine Verbesserung der Situation könnte die lange geplante Querspange zwischen den Straßen „Am Hechenberg“ und Emy-Roeder-Straße sorgen. Im Laufe des Jahres soll die neue Verbindungsstraße geöffnet werden.

Die Straße "Am Hechenberg" soll demnächst geöffnet werden.
Die Straße „Am Hechenberg“ soll demnächst geöffnet werden.
Foto: Harry Braun

„Ich hoffe, dass die Öffnung vor allem die Anwohner entlastet“, sagt Ortsvorsteherin Ursula Groden-Kranich (CDU), die lange für den Bau der Querverbindung gekämpft hatte.

Bei den Planungen für die 270 Meter lange und 5,50 Meter breite Verbindungsstraße arbeiteten die Stadt und das Land Hand in Hand. Denn jeweils bis zur Mitte der Straße sind das Mainzer Stadtplanungsamt und die Landes-Projektgruppe Mainzer Ring zuständig.

Die neue Querverbindung ist eine Tempo-30-Anliegerstraße mit einem zusätzlichen, drei Meter breiten Geh- und Radweg. Der benachbarte Karcherweg erhält eine neue Fahrbahndecke. Ein Jahr dürfen die Radfahrer probeweise sowohl die neue Tempo-30-Straße als auch den benachbarten Radweg benutzen. Nach dieser einjährigen Testphase wird Bilanz gezogen. Dann wird entschieden, ob künftig auf der Straße oder dem Fuß- und Radweg Fahrrad gefahren wird.

Es muss nachgebessert werden

Einverstanden ist der Ortsbeirat mit dem Konzept des Stadtplanungsamtes. Denn auf Anregung der Bürgervertreter ist das Abbiegen für Autofahrer in die Geschwister-Scholl-Straße und in die Emy-Roeder-Straße möglich. Nicht so gelungen ist dagegen nach Meinung des Ortsbeirates der Übergang von der alten Straße „Am Hechenberg“ zur neuen Querspange, für den die Projektgruppe zuständig ist. Bei der Auffahrt am Hechenberg müssten Fahrradfahrer absteigen. Ein reibungsloser Übergang von der Fahrradstraße zur Fahrradweg sei aber wichtig. „Es muss nachgebessert werden“, fordert Groden-Kranich. Die Bedenken des Ortsbeirates seien nicht eingearbeitet worden.

Sorgen bereiten der Ortsvorsteherin auch einige Verkehrsteilnehmer im Ortskern. „Schlimm ist die Rücksichtslosigkeit einiger Autofahrer“, sagt Groden-Kranich. Gerade vor den Geschäften werde kreuz und quer geparkt. „Einige parken direkt an der Hauswand, andere mitten auf dem Trottoir.“ Manchmal werde das Fahrzeug sogar direkt im absoluten Halteverbot abgestellt. Mit Ermahnungen und Appellen käme man häufig nicht mehr weiter. Hier müsste das Ordnungsamt stärker kontrollieren.

Oliver Gehrig