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Boston

Neuanfang: Dopingsünderin Jones als Basketballerin

Alte Liebe, neue Chance: In der Womens National Basketball Association WNBA will der tief gefallene Leichtathletik-Star Marion Jones seine Dopingvergangenheit vergessen machen und nach Lügen, Tränen und Gefängnis wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen.

Neuanfang
Marion Jones dominierte über Jahre den Sprint über 100 Meter.

«Das ist eine Gelegenheit für mich, einen Traum zu realisieren, meine Nachricht von Hoffnung und einer zweiten Chance, mit den Leuten zu teilen», betonte die einstige Weltklasse-Sprinterin in Tulsa. Dort unterschrieb sie bei Tulsa Shock einen Vertrag für die im Mai beginnende Saison.

Für Jones ist das Basketball-Parkett nicht unbekannt. Ihr letztes Basketballspiel unter Wettkampfbedingungen liegt allerdings schon 13 Jahre zurück. Damals beendete Jones eine erfolgreiche College-Karriere an der Universität von North Carolina. 1994 führte sie die «Tar Heels» sogar zur College-Meisterschaft.

Am 10. März nutzte die 34-Jährige die Pressekonferenz in Tulsa im Bundesstaat Oklakoma als große Bühne. Liga-Präsidentin Donna Orender hob hervor, dass Jones für ein steigendes Interesse an der WNBA sorgen werde, da sie eine Athletin sei, die bereits auf den Bühnen der Welt ihre Auftritte hatte.

Jones betonte, sie wisse, dass sich der Basketball sehr verändert habe. Erschwerend kommt für sie hinzu, dass sie erst vor acht Monaten ihr drittes Kind zur Welt brachte. Dennoch ist Coach Nolan Richardson vom Neuzugang überzeugt. Am 6. März hatte er mit Jones ein Einzeltraining absolviert.

«Ich habe eine Spielerin gesehen, die perfekt in unser System passt. Wenn ich eines weiß, dann, dass sie laufen kann. Und jede Athletin, die bei mir erfolgreich sein will, muss rennen können», lobte Richardson den ehemaligen Leichtathletik-Star. Im Oktober 2007 hatte Jones vor Gericht zugegeben, unter anderem im Zuge des Balco- Dopingsskandals gegenüber Untersuchungsbehörden gelogen zu haben und die Einnahme illegaler Substanzen eingeräumt.

Dem einstigen Glamour-Girl wurden daraufhin ihre fünf Medaillen von den Olympischen Spielen in Sydney – darunter drei goldene – aberkannt. Von März bis September 2008 verbüßte Jones eine Haftstrafe. Seitdem tritt sie als Sprecherin gegen den Missbrauch von leistungssteigernden Mitteln auf. «Sie hat in der Vergangenheit einige Entscheidungen getroffen, bei denen sie nicht gut beraten war. Aber jeder verdient eine zweite Chance. Ich könnte nicht glücklicher sein, dass sie bei uns ist», meinte Shock-Präsident Steve Swetoha.

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