Archivierter Artikel vom 05.03.2011, 12:36 Uhr
London

Nets gewinnen NBA-Premiere in Europa – Expansion?

Die NBA heizt in London die Spekulationen um ein Team in Deutschland oder England an – und auch die Spieler sind vom Trip zu den ersten regulären Saisonspielen nach Europa begeistert.

Lesezeit: 1 Minuten

In der mit 18 689 Zuschauern ausverkauft gemeldeten O2-Arena bezwangen die New Jersey Nets mit 116:103 die Toronto Raptors. «Diese Spiele sind großartig für den globalen Basketball, großartig für die NBA», sagte Nets-Star Deron Williams, der 16 Punkte erzielte und elf Assists verteilte. «Und ich denke, das Publikum war heute großartig, sie jubelten für beide Teams gleichermaßen.»

Nach mehreren Ausflügen zu Vorbereitungsspielen gab die nordamerikanische Profiliga mit der Partie in London ihr europäisches Punktspieldebüt. Am Samstag stand eine weitere Partie der beiden Mannschaften, die kaum noch Chancen auf die Playoffs haben, auf dem Programm. «Ich hoffe, das ist erst der Start zu viel, viel mehr Spielen», sagte Olympiasieger Williams.

Dieser Wunsch soll sich nach Willen der Liga möglichst bald erfüllen – in Zukunft auch mit Mannschaften, die dauerhaft in Europa spielen. «Wir denken seit einiger Zeit ernsthaft darüber nach», sagte Adam Silver, Vorstand für das operative Geschäft in der NBA, der BBC und nannte als möglichen Zeitrahmen zehn Jahre. Eine solche Expansion mit mehreren Teams über die Grenzen von Amerika und Kanada hinaus sei «Teil der Vision» von NBA-Chef David Stern.

Bislang habe der Mangel an ausreichend großen Hallen im Wege gestanden, meinte Silver. Doch inzwischen gebe es unter anderen in London und Berlin geeignete Multifunktionsarenen. «Es wird eine reale Möglichkeit», sagte Silver.