Archivierter Artikel vom 13.04.2010, 16:24 Uhr

Nervige Nachbarhunde einfach ignorieren

Dortmund (dpa/tmn). Wer das Zutrauen eines Nachbarhundes gewonnen hat, wird den Vierbeiner oft nur schwer wieder los. Unmöglich ist das aber nicht, sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen in Dortmund.

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«Dass ein Hund Sympathie für jemanden entwickelt, ist durchaus auf den ersten Blick möglich – oder auch, weil man sich ihm gegenüber einmal freundlich verhalten hat», erklärt Kopernik weiter. Werden dem Menschen die überschwänglichen Begrüßungsrituale lästig oder will er sie von vornherein nicht, muss er den Hund aber nur konsequent ignorieren.

Ihn sprichwörtlich «in Luft aufzulösen», ist für den Vierbeiner laut dem Experten eine viel größere Zurückweisung als ihn zum Beispiel anzubrüllen. «Das könnte er sogar als dilettantische Aufforderung zum Spielen missverstehen.» Den Hund zu schlagen, verbietet sich dagegen, nicht zuletzt des nachbarschaftlichen Friedens willen.

Wird der Hund allerdings allzu aufdringlich und hilft dagegen auch Missachtung nichts, sollte ihn der Umschwärmte von sich wegschieben und ihm mit einem klaren «Nein» signalisieren, was er möchte, empfahl Udo Kopernik. Außerdem sollte er von Anfang an den Halter darum bitten, seinen Hund im Zaum zu halten. Sich ausschließlich darauf zu verlegen, wird nach Worten des Experten in den meisten Fällen aber zu nichts führen: Hat der Vierbeiner ernsthaft einen Narren am Nachbarn gefressen, dürfte er sich allein durch Befehle des Herrchens nicht zurückhalten lassen, wenn er das «Objekt der Begierde» erspäht hat.