Archivierter Artikel vom 08.03.2021, 07:42 Uhr

Basketball

NBA-All-Star-Game: James mit Spaß, Antetokounmpo überragt

Ein NBA-All-Star-Spiel während der Corona-Pandemie? Nicht nur LeBron James äußerte seine Zweifel und Kritik. Den Spaß am Zusammenspiel mit Curry und Antetokounmpo ließ sich James aber nicht nehmen.

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Trotz seiner Kritik an einem NBA-All-Star-Spiel inmitten der Corona-Pandemie hatte Superstar LeBron James dann doch richtig Spaß.
Foto: Brynn Anderson/AP/dpa

Atlanta (dpa). Trotz seiner Kritik an einem NBA-All-Star-Spiel inmitten der Corona-Pandemie hatte Superstar LeBron James dann doch richtig Spaß.

Der Basketball-Profi der Los Angeles Lakers verbuchte am Sonntag in Atlanta mit dem 170:150 gegen Team Durant den vierten Sieg in seinem vierten Spiel als Kapitän einer All-Star-Mannschaft und feierte vor allem das Zusammenspiel mit Stephen Curry von den Golden State Warriors. „Das war das erste Mal, dass ich mit Steph in einem Team war und es war eine Ehre. Es war toll da draußen mit Steph und Giannis auf dem Feld zu stehen“, sagte James unmittelbar nach dem letzten Wurf zum Endergebnis in der State Farm Arena.

Noch während der überragende Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks als wertvollster Spieler der All-Star-Partie ausgezeichnet und damit für die 35 Punkte und eine perfekte Quote von 16 Treffern bei 16 Würfen geehrt wurde, war James bereits geduscht zu seiner Pressekonferenz erschienen. Bei aller Freude am mitunter spektakulären Basketball seiner Mannschaft um ihn, Curry, Antetokounmpo und Luka Doncic: Jede zusätzliche Minute Pause bis zum Start der zweiten Saisonhälfte mit den Lakers war dem 36 Jahre alten Superstar den schnellen Abschied wert. Nur Mike Conley (Utah Jazz) aus dem Team von Durant spielte zudem weniger Minuten als James.

„Alles in allem würde ich sagen, dass die Liga einen guten Job gemacht hat. Wir als Spieler haben unseren Job auch gemacht und bereiten uns jetzt auf die zweite Halbzeit der Saison vor“, sagte James. Dass sich die Spieler nach der kürzesten Sommerpause der NBA-Geschichte in der Pandemie nun nach Atlanta hatten bewegen müssen anstelle die Tage zur Regeneration nutzen zu können, hatte der Teamkollege von Nationalspieler Dennis Schröder in den vergangenen Wochen deutlich kritisiert. Für die NBA ist das Spiel aus finanziellen Gründen sehr wichtig.

Nach offiziellen Angaben gab es bei der Veranstaltung keine Corona-Fälle. Zuletzt seien die Basketball-Profis kurz vor der Partie am Sonntagabend (Ortszeit) getestet worden, alle Tests seien negativ gewesen. Insgesamt habe man Athleten, Trainer und Spielbeauftragte drei Mal nach Ankunft auf das Virus getestet.

Joel Embiid und Ben Simmons von den Philadelphia 76ers durften bei der 70. Auflage der All-Star-Spiele nicht teilnehmen. Laut US-Medienberichten wurde ihr Friseur positiv auf das Coronavirus getestet. Kontakt zu den anderen Profis habe es nicht gegeben. Embiid und Simmons gehe es – bis auf die Enttäuschung, nicht dabei gewesen zu sein – gut, sagte der Trainer der 76ers, Doc Rivers.

Auch Curry war vorher kein Fan der Veranstaltung in diesem Jahr gewesen. „Das war offensichtlich ein Drahtseilakt“, sagte der 32-Jährige. „Mission accomplished, wie es scheint.“ Mit dem Format konnte sich der Aufbauspieler aber gut anfreunden: „Alles an einem Abend zu haben, ist irgendwie cool.“ Nur die Fans fehlten ihm sehr. Nach Angaben des übertragenden TV-Senders TNT waren 2500 Menschen in der Halle, vor allem Familien und Freunde der Spieler.

Auf dem Platz hatte Curry unübersehbar viel Spaß. Mit Teamkollege Damian Lillard (Portland Trail Blazers) lieferte er sich einen internen Wettkampf für den Dreier aus der größten Entfernung. Nach Vorlage von Chris Paul (Phoenix Suns) gelang dem nur 1,90 Meter großen Curry ein Alley oop, Sekunden später revanchierte sich Curry und machte Paul eine Vorlage, die der 1,85 Meter große Guard in der Luft fing und zu einem Dunk vollendete. „Das war das einzige, das choreographiert war heute Nacht“, berichtete Curry.

Beim Dreier-Wettkampf vor der Partie hatte Curry bereits seine ganze Klasse gezeigt und zum zweiten Mal nach 2015 gewonnen. Den Sieg durch den Parcours mit verschiedenen Aufgaben, den „Skill Contest“, gewann Domantis Sabonis von den Indiana Pacers. Den Slam Dunk Contest in der Halbzeit entschied Anfernee Simons von den Portland Trail Blazers für sich. Beim letzten Versuch küsste er beinahe den Ring.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-731177/3

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