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Los Angeles

NBA: Kaum Bewegung in Tarif-Verhandlungen

dpa

Im Streit um einen neuen Arbeitstarifvertrag stehen sich Spieler und Besitzer in der NBA weiter unversöhnlich gegenüber. Zwar bezeichneten beide Seiten die Atmosphäre in ihren Verhandlungen «angenehm und konstruktiv», eine Lösung scheint nach wie vor aber weit entfernt.

Die Zukunft in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA am Rande des All-Star-Spiels ist ungewiss. «Ich werde den Spielern sagen, dass sie sich auf einen Lockout ab dem 1. Juli vorbereiten sollen», erklärte der Vorsitzende der Spielergewerkschaft NBAPA, Billy Hunter nach einem zweistündigen Treffen in Los Angeles.

Hunter machte deutlich, dass die Profis zu weiteren Verhandlungen bereit sind und eine Aussperrung durch die Club-Eigentümer verhindern wollen. «Aber wenn uns keine andere Chance gegeben wird und die einzige Möglichkeit ist, zu kämpfen, dann werden wir kämpfen», sagte der NBAPA-Boss.

Die bisherige Vereinbarung zwischen Spielern und Besitzern läuft am 30. Juni aus. Die Eigentümer fordern von den Akteuren unter anderem millionenschwere Abstriche bei den Gehältern, weil sie nach eigenen Angaben Jahr für Jahr rund 350 Millionen Dollar Verlust machen. Die Profis bezweifeln das Ausmaß der Mindereinnahmen und sind nur zu einer Neuverteilung der Einnahmen bereit.

An der ersten Zusammenkunft seit November 2010 nahmen mehr als 20 Spieler teil, darunter Stars wie LeBron James und Dwyane Wade (beide Miami Heat) und Derek Fisher (Los Angeles Lakers). Auch die Clubs waren in gleicher Anzahl vertreten, unter anderem mit Basketball-Legende Michael Jordan, heute Besitzer der Charlotte Bobcats. «Beide Seiten haben klar gemacht, dass sie an einer Einigung interessiert sind», sagte Jerry Buss, Eigentümer der Los Angeles Lakers.

Fisher machte deutlich, wen er im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen als Schuldigen betrachtet. «Spieler wollen Basketball spielen. Es gibt nichts, was wir mehr wollen, als zu spielen», sagte der Guard des NBA-Titelverteidigers.

Sollten sich beide Parteien nicht einigen können, droht den Spielern eine Aussperrung durch ihre Vereine und damit ein verspäteter Start oder gar ein Ausfall der kommenden Saison. Zuletzt hatte es einen sogenannten Lockout in der Saison 1998/1999 gegeben, als die Spielzeit nach langwierigen Verhandlungen erst im Februar 1999 mit stark reduziertem Programm begann. Damals verschob sich damit auch das NBA-Debüt von Dirk Nowitzki.

Für den Fall, dass es in diesem Sommer erneut keinen Kompromiss gibt, hatte Deutschlands Basketball-Superstar bereits angekündigt, sich nach Alternativen umzuschauen. Auch eine temporäre Rückkehr in die Bundesliga wäre dann möglich. «In meinem Alter ein Jahr auszusetzen und dann wieder neu anzufangen, ist unmöglich», sagte der 32-Jährige. Allerdings ist noch unklar, ob ein Wechsel rechtlich überhaupt möglich wäre.

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