Archivierter Artikel vom 09.04.2020, 10:40 Uhr

Ostern ohne Kitsch

Natürlich dekorieren mit ungefärbten Eiern

Eine Osterdekoration mit ungefärbten Eiern ist alles andere als langweilig – sondern einfach stilvoll. Ein paar Ideen für das Fest.

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Wachteleier als Deko
Schwarz-weiß oder schwarz-braun gesprenkelt: Hersteller ASA Selection inszeniert Wachteleier als Deko auf dem Ostertisch.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Rosa Osterhasen, blaue und grüne Eier und dazwischen vielleicht noch ein paar gelbe Hühnerfiguren mit menschlichen Zügen: Osterdekoration kann kitschig sein. Nicht jeder mag das – dabei gibt es dezentere und vor allem von der Natur inspirierte Dekorationsideen. Wie wäre es denn zu diesem Fest mit ungefärbten Eiern?

Eierbecher
Gerade in Verbindung mit den angesagten natürlichen Materialien für Geschirr – hier ein Eierbecher von uccellino – wirken die nicht eingefärbten und nicht bemalten Eier auf zurückhaltende Weise schlic
Foto: dpa

Eigentlich ist so ein normales Hühnerei ja eine schrecklich langweilige Dekoration. Aber: Die Naturfarben Weiß und Beige sind derzeit für Bekleidung und für Einrichtung groß in Mode. Denn Umweltschutz und Nachhaltigkeit treffen den Zeitgeist und zeigen sich unter anderem im Alltag durch die Verwendung von natürlichen Farben.

Nest voller Süßigkeiten
Ein kleines künstliches Nest voller Süßigkeiten ist ein schönes Gastgeschenk auf jedem Gedeck.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Zumal die nicht eingefärbten und nicht bemalten Eier in Verbindung mit den ebenfalls angesagten natürlichen Materialien für Teller und etwa Eierbecher – Stein, Holz und Metall – auf zurückhaltende Weise schlichtweg stilvoll wirken. Außerdem kommt es darauf an, was man aus dem Ei so macht.

Eierschale als Gewürzspender
Eine ausgeblasene und geöffnete Eierschale kann als Gewürzspender genutzt werden.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt, wo im Februar unter anderem die angesagten Wohndekorationen für 2020 gezeigt wurden, haben viele Hersteller ihre Tisch- und Wohnbeispiele auch mit solchen natürlichen österlichen Ideen inszeniert. Sie kann man sich abschauen:

Tulpe im Glas
Das natürliche Wachstum nutzen: Tulpen dürfen vor dem Festtag gerne schon ein paar Tage in der Vase stehen, so dass ihre Stiele noch ein paar Zentimeter wachsen und sich gen Boden biegen.
Foto: Franzi – dpa

Das Ei als Gewürzspender oder Vase

Glasgefäß mit Osterdeko
Glasgefäße werden aktuell gerne bepflanzt, angereichert mit Moos, Zweigen und Federn.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Teilweise geöffnete und ganz geleerte Hühnereier bieten sich als Gewürzspender für den Festtagstisch an. Drapiert werden die Schalen etwa auf einer Strohunterlage. Oder man nutzt die leeren Gefäße als Vasen, in denen niedrige Schnittblumen arrangiert werden, oder als Pflanztöpfe, in die etwa kleine Gänseblümchen gesetzt werden. Was auch geht: Man legt die ausgeblasenen Hühnereier mit in das Wasser einer großen Blumenvase, was zu einem extra Hingucker wird.

Bepflanztes Gefäß
Die gemusterten Wachteleier sind eine schöne Deko bepflanzter Gefäße.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Wem das zu langweilig ist, kann natürlich gefärbte Eier nehmen, zum Beispiel die der Wachteln. Die Schalen sind meist schwarz-weiß oder schwarz-braun gesprenkelt – ein Tarneffekt, damit sie im Nest Eierjägern nicht auffallen.

Gemusterte Wachteleier auf dem Moosbett

Die gefüllt nur rund zehn bis zwölf Gramm schweren Eier sind deutlich kleiner als Hühnereier, was eine Tischdekoration damit filigraner wirken lässt.Auf der Ambiente im Februar sah mandie Wachteleier etwa auf einem Bett aus saftig-grünem Moos in einer kleinen Schale drapiert oder zwischen langen Moosstücken auf der Tischplatte liegend.

Wachteleier bieten sich auch als Extra in Blumengestecken und bepflanzten Gefäßen an. Zum Beispiel lassen sich mehrere ausgeblasene Wachteleier auf einen runden Draht zum Halbkranz aufziehen und um eine blühende Hyazinthe legen. Dazu noch ein paar Zweige und ein Bett aus Moos geben.

Bepflanzte Glasgefäße sind ein weiterer Trend

Der Trend zu weniger Kitsch und Plastik-Dekorationen ist nun auch bei den Pflanzen angekommen. Vielfach sah man auf der Messe bepflanzte durchsichtige Glasgefäße oder Vasen, in denen etwa Zwiebelblumen wie Tulpen und Hyazinthen so drapiert waren, dass man entweder ihren Wurzelballen in der Erde noch ausmachen konnte oder diese von einer Lage Moos umgeben waren. Beliebte Extras im Gefäß sind Zweige, aber auch Vogelfedern, die locker hineingesteckt werden.

Auch für die Schnittblumen gilt mehr Natürlichkeit: Zum Beispiel dürfen Tulpen vor dem Fest schon ein paar Tage in der Vase stehen, so dass ihre Stiele noch ein paar Zentimeter an Länge gewinnen und sich gen Boden biegen. Das wirkt locker und herrlich ungewollt.

Auch auf den Tellern und den noch freien Tischflächen dazwischen dürfen vermehrt Elemente der Natur Platz finden. Wie wäre es mit einem kleinen künstlichen Vogelnest als kleines Gastgeschenk auf jedem Gedeck, in dem ein paar Süßigkeiten liegen?