Archivierter Artikel vom 15.03.2013, 07:00 Uhr

Name: Der Papst heißt einfach nur Franziskus

Der Argentinier Jorge Mario Bergoglio ist nicht nur der erste Papst aus Lateinamerika und der erste Jesuit in dem Amt, sondern auch das erste Oberhaupt der katholischen Kirche, das den Namen Franziskus wählte.

Leseranwalt Jochen Kampmann ist Ihr Mann in unserer Redaktion
Leseranwalt Jochen Kampmann ist Ihr Mann in unserer Redaktion

Fast eine Stunde, nachdem weißer Rauch die Wahl eines neuen Pontifex maximus ankündigte, sprach Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran: Habemus Papam, wir haben einen Papst. Als Jorge Bergoglio auf den Balkon trat, waren die Meldungen auf der ganzen Welt die gleichen: Papst Franziskus I. ist der Nachfolger von Benedikt XVI.

So machten wir das zunächst auch – bis der Vatikan per Mitteilung korrigierte: Die Bezeichnung „der Erste“ ist nicht offizieller Teil des Namens, der Papst heißt einfach Franziskus. Erst, wenn sich ein Papst ebenfalls den Namen Franziskus gibt und damit zu Franziskus II. wird, wird auch Jorge Bergoglio im Nachhinein zu Franziskus I..

Was ja einleuchtet. Dennoch gab es schon mal eine Ausnahme: Johannes Paul I., der auf den Zusatz „der Erste“ bestand, obwohl er der erste Papst der Geschichte war, der diesen Namen trug.