Archivierter Artikel vom 10.06.2010, 17:04 Uhr

NADA: Gleiches Testsystem für Top-Nationen

Bonn (dpa). In den Top-Sportnationen soll ein vergleichbares Doping-Testsystem sichergestellt werden. Das haben die Nationalen Anti-Doping-Agenturen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz vorgeschlagen.

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Entschlossen
NADA-Geschäftsführer Göttrik Wewer bei einer Pressekonferenz.

Nach dieser Top-Ten-Regel sollen die führenden Sportnationen, die im Medaillenspiegel bei Olympischen Spielen die ersten zehn Plätze belegen, ein Testregime auf gleichem Niveau haben. WADA-Generaldirektor David Howman begrüßte das von den drei benachbarten Ländern vorgelegte Positionspapier, das mehr Chancengleichheit im Sport als Ziel hat.

Vorgeschlagen wird darin eine systematische Erhebung von Blutprofilen bei internationalen Wettbewerben. Das ist bislang nur bei Urin-Proben der Fall. Topathleten, die rund um den Globus um Weltrekorde und olympische Medaillen kämpfen, müssten sich nicht unbedingt zu Hause, sondern könnten sich auch regelmäßig bei den großen Sportevents Bluttests unterziehen, hieß es in einer Mitteilung der deutschen NADA.

Es sei die gemeinsame Aufgabe von WADA, IOC und internationalen Sportverbänden, für die Athleten in der Weltspitze bei jeder sich bietenden Gelegenheit Blutprofile und andere Daten zu sammeln, die Hinweise auf Manipulationen liefern könnten. «Wir haben oft betont, dass wir uns als Partner der sauberen Athletinnen und Athleten verstehen», erklärte NADA-Geschäftsführer Göttrik Wewer. «Aber wir dürfen nicht nur darüber reden, sondern müssen auch handeln. Das Papier zeigt, dass wir das tun.»

Ziel müsse es sein, bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen grundsätzlich Profildaten der Teilnehmer zu erheben. Künftig dürfe es keine Wettkämpfe auf diesem Niveau mehr geben, bei denen nicht mehr oder weniger flächendeckend Blutwerte ermittelt werden.