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Köln

Nach intensiven Training nicht direkt in die Sauna

dpa/tmn

Nach einem intensiven Training sollten Sportler lieber nicht direkt in die Sauna gehen. Denn dadurch erhöhen sie laut Experten das Risiko von Infektionskrankheiten.

Joggerin am Rheinufer
Wer hart trainiert, sollte nicht direkt in die Sauna gehen – das bedeutet zu viel Stress für den Körper. (Bild: dpa)

«Hartes Training bedeutet Stress für den Körper und es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Dies führt zu einer Abschwächung des Immunsystems», erklärt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Ein Saunagang direkt nach dem «Auspowern» würde den Organismus nur zusätzlich belasten – und zwar durch die hohe Hitze und Kälte danach, die ebenfalls ein richtiges Training darstellen.

Es könnte zum «Open-Window-Phänomens» kommen, sagt Froböse. «Dieses Phänomen umschreibt die immunregenerative Lücke nach sportlichen Belastungen des Organismus.» Es gelte als erwiesen, dass nach intensiven Belastungen vermehrt Infektionskrankheiten festzustellen sind. Durch weitere Reizung des Körpers, zum Beispiel durch Saunabesuche, könnte das Infektionsrisiko stark erhöht sein.

«Um Krankheiten vorzubeugen, gönnen Sie sich nach einer intensiven Trainingseinheit lieber erstmal ein paar Stunden Pause», rät der Sportwissenschaftler. «Dann können Sie ohne Bedenken die Sauna genießen und die positiven Effekte wie verbesserte Durchblutung und Regeneration, Stärkung des Immunsystems und Anregung des Stoffwechsels nutzen.» War Sport jedoch moderat, stehe dem Saunagang nichts entgegen.

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