Archivierter Artikel vom 29.01.2012, 11:35 Uhr

Nach gutem Trophy-Start: Hockey-Damen euphorisch

Rosario (dpa). In der Hitze von Rosario haben Deutschlands Hockey-Damen bei der Champions-Trophy der acht weltbesten Teams einen Auftakt nach Maß hingelegt.

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Erfolgreich
Die deutschen Hockey-Damen haben das erste Spiel bei der Champions Trophy in Argentinien gewonnen.
Foto: Roland Weihrauch – DPA

«Das war ein Super-Einstand, darauf können wir aufbauen», stellte Bundestrainer Michael Behrmann nach dem nicht unbedingt erwarteten 4:2 (3:2) gegen Südkorea zufrieden fest. Die Leistung im ersten Turnierspiel konnte sich bei schweißtreibenden 32 Grad sehen lassen. Beim gemeinsamen Cooldown-Programm im Estadio Mundialista genossen Spielführerin Fanny Rinne & Co. sichtlich die Aufmerksamkeit der hockeyverrückten Besucher im argentinischen WM-Austragungsort von 2010.

Der Weltranglisten-Dritte war bereits in der zweiten Minute durch Christina Schütze in Führung gegangen. Die Hamburgerin sorgte damit für das schnellste deutsche Tor der Trophy-Geschichte. In der Folge waren jedoch zwei Abwehrfehler dafür verantwortlich, dass Südkorea durch Eun-Bi Cheon (5.) und Jong-Hee Kim (12.) die Partie zunächst drehte. «Den Rückstand haben wir sehr gut verarbeitet», befand Behrmann, denn Trophy-Debütantin Anke Brockmann (17.) traf zum 2:2.

«Das war ein Super-Gefühl, etwas Besseres hätte nicht passieren können», meinte die Berlinerin, die eine Strafecke mit einem strammen Schuss im rechten Eck unterbrachte. Kurz vor der Pause sorgte Céline Wilde (34.) bei der erneuten Führung für ein Raunen im Stadion. Die Hamburgerin hatte den Ball am Schusskreisrand angenommen und von dort aus direkt unter die Latte des südkoreanischen Tores gejagt.

Unmittelbar nach der Halbzeit gelang Lisa Hahn, die zweite Debütantin in den Reihen des Vize-Europameisters, mit einem präzisen Rückhandschlag der nächste sehenswerte Treffer. «Das war ein Traumstart», betonte Lisa Hahn und auch Behrmann schwärmte: «Das waren richtig tolle Tore.» Die anschließende Drangperiode des erstarkten Weltranglisten-Achten wurde dank der gut organisierten Defensive um Abwehrchefin Mandy Haase schadlos überstanden.

«Kompliment, wie wir als Team zusammen gearbeitet haben», meinte Behrmann, dessen Auswahl in der Nacht zu Montag auf Weltmeister Argentinien traf. Der Gastgeber startete überraschend nur mit einem 2:2 (0:1) gegen Neuseeland in das Heim-Turnier.