Archivierter Artikel vom 09.08.2011, 15:22 Uhr

Nach Diebstahl nicht einfach neues Navi einbauen

Mainz (dpa). Ein Autofahrer darf beim Diebstahl eines vom Werk eingebauten Navigationsgerätes nicht ohne weiteres ein neues Gerät einbauen lassen. Das entschied das Amtsgericht Mainz in einem am Dienstag (9. August) bekanntgewordenen Urteil.

Die Versicherung vorher prüfen können, ob der Einbau eines baugleichen gebrauchten Geräts möglich ist, begründeten die Richter ihr Urteil. Ein Autofahrer hatte nach dem Diebstahl seines vom Autohersteller eingebauten «Navis» ohne Rücksprache mit der Kfz-Versicherung ein neues Gerät einbauen lassen. Das Gericht gab mit seinem Urteil der Versicherung Recht, die dem Autofahrer nur die Kosten für den Kauf eines gebrauchten Geräts ersetzen wollte. Die Versicherung verwies darauf, sie habe so nicht prüfen können, ob auf dem Markt ein gebrauchtes «Navi» zur Verfügung stand.

Das Mainzer Amtsgericht erklärte, der Autofahrer habe seine Versicherung nicht vor vollendete Tatsachen stellen dürfen. Denn das Navigationsgerät sei zum Betrieb des Wagens nicht notwendig gewesen, so dass keine Eile geboten gewesen sei.