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    Nach Bob-Abschied: André Lange rodelt wieder

    Nach durchzechter Olympia-Nacht und seinen Wechselbädern der Gefühle hat André Lange «sportlich» nur noch ein Ziel. Er will wieder rodeln gehen. Nein, nicht in irgendeinem Eiskanal dieser Welt, sondern in der freien Natur.

    Abschied
    Kevin Kuske (L) udn Andre Lange beantworten auf einer Pressekonferenz Fragen.

    «Das nächste Mal, wenn ich in St. Moritz bin, werde ich mit Emmi (Bundestrainer Carsten Embach) den Muottas Muragl hochfahren und mit den Schlitten bis nach Samedan runterrutschen», sagte Lange, der seine unvergleichliche Kufen-Karriere im Alter von acht Jahren beim Rodeln begann. Der 2456 Meter hohe Berg im Schweizer Engadin liegt direkt gegenüber vom Corvatsch und bietet eine kilometerlange Rodelabfahrt.

    Doch Vorsicht ist geboten: Denn laut Sportdirektor Thomas Schwab, der Lange im Juniorenbereich als Rodel-Nachwuchscoach in der Trainingsgruppe betreute, wollte der Thüringer schon frühzeitig immer der Schnellste sein und zerlegte daher den ein oder anderen Rodel. Dann stieg «Bärchen» Lange 1993 in den Bob um. Diesen Schritt hat er nie bereut: «Den Spaß am Bobfahren hatte ich zu keinem Zeitpunkt meiner Karriere verloren. Es war eigentlich immer schön.»

    Nun aber ist Schluss mit dem Bergrunterfahren. «Jetzt beginnt der Ernst des Lebens», sagte Lange, der im August 2009 persönlich aus den Händen des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Jung die Ernennungsurkunde zum Berufssoldaten erhielt. «Soldaten, die sich mit ihrer Leistung auszeichnen, sollen auch eine Perspektive in der Bundeswehr erhalten», meinte der Vorgänger von Karl-Theodor zu Guttenberg damals.

    Hauptfeldwebel Lange wird – teilweise durch die Bundeswehr finanziert – in den Trainer- und Betreuerstab des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) wechseln. «Wie das genaue Aufgabenfeld aussehen wird, ist ehrlich gesagt noch nicht so genau besprochen. Wir werden uns in den nächsten Wochen in aller Ruhe zusammensetzen und darüber reden», sagte der 36-Jährige, der auch noch für seine Crew da sein will.

    «Der Pilot, der mein Team kriegt, kann schon mal in die Hände klatschen. Trainer Matthias Trübner und ich haben den Jungs schon mal suggeriert, dass sie möglichst zusammenbleiben sollen. Damit haben sie die größte Chance auf weitere Erfolge. Wie sie das machen, da ist jeder seines Glückes Schmied. Wir werden natürlich weiter beratend zur Seite stehen», betonte der «Schumacher des Bobsports» (so Vize-Präsident Rainer M. Jacobus), der seine Sehnsucht nach Geschwindigkeit weiter ausleben möchte: «Wenn ich irgendwo die Möglichkeiten habe, mal richtig schnell Auto zu fahren, dann würde ich sie auch nutzen.»

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