Freie Gewichte vs. Geräte

Muskelaufbau: Trainingsgeräte erlauben höhere Gewichte

Auf dem Weg zu mehr Kraft oder einem definierten Körper gibt es diverse Hilfsmittel. Welches das Richtige ist, hängt maßgeblich von der eigenen Trainingserfahrung ab.

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Trainingsgeräte «führen» die Bewegung, was das Risiko von Fehlern während der Übung senkt.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/Illustration

Köln (dpa/tmn). Training am Gerät oder mit freien Gewichten? Wer seinen Körper im Fitnessstudio oder daheim in Form bringen will, hat die Wahl. Während ein Gerät Bewegungen isoliert vorgibt, lassen etwa Lang- und Kurzhanteln mehr Spielraum – auch für mehr Fehler.

Eine Kraftstation etwa ist ein perfekter Begleiter, um neue Bewegungsabläufe zu lernen, so der Sportwissenschaftler Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Durch die Führung des Gerätes ließen sich zudem höhere Gewichte bewegen, die zum Aufbau von Muskelmasse nötig seien.

„Das Allerwichtigste ist, dass wir überschwellige Trainingsreize setzen, die zu einem Wachstumsprozess führen“, sagt Froböse. Dazu müsse die Belastung so gewählt werden, dass die Muskulatur nicht unter-, aber auch nicht überfordert ist.

Training mit freien Gewichten ist anspruchsvoller

Das Training mit freien Gewichten ist im Vergleich mit Geräten etwas anspruchsvoller. Lang- und Kurzhanteln zum Beispiel bieten etwas mehr Bewegungsspielraum, verlangen dafür aber noch mehr Kontrolle über den Körper und die aufgelegten Gewichte.

Erfahrene Sportlerinnen und Sportler tun sich damit leichter. Anfänger passieren mit Freigewichten indes eher mal Fehler, die zu Verletzungen führen können. Sie sollten sich zunächst lieber unter professioneller Begleitung ans Training mit freien Gewichten wagen.

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