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Budapest

Mr. Vielseitig: Patrick Hausding auf Rekordjagd

dpa

Nach den Erfolgen seines Vorzeige-Springers Patrick Hausding scheute Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow nicht mal den Vergleich mit den ganz Großen.

Dominator
Wasserspringer Patrick Hausding hat der EM seinen Stempel aufgedrückt.

«Was Patrick macht, ist einzigartig. Das schaffen nicht einmal die Chinesen. Die sind alle entweder nur Turm- oder nur Kunstspringer», sagte Buschkow und hob den besten deutschen EM-Starter damit fast schon in den Adelsstand. Ob vom Ein- und Drei-Meter-Brett oder vom Turm, alleine oder im Duett – der 21-jährige Hausding springt alles und das auf höchstem Niveau. «Wenn er gesund bleibt, ist bei ihm nach oben alles offen», ist Buschkow überzeugt.

Bei den Europameisterschaften in Budapest avancierte «Marathon- Mann» Hausding zum erfolgreichsten deutschen EM-Starter und führte das deutsche Team mit Gold vom Drei-Meter-Brett und mit Sascha Klein vom Turm sowie Silber vom Ein-Meter-Brett und mit Stephan Feck vom Drei-Meter-Brett zurück an die Spitze. «Manchmal muss ich mir angesichts der Erfolge mein innerliches Grinsen verkneifen. Langsam wird mir mein Erfolg selbst unheimlich», sagte der Olympia-Zweite.

Bei den Frauen trumpfte Christin Steuer, die vom Turm im Einzel und im Synchron mit Nora Subschinski Gold holte, groß auf. Und das im fast schon fortgeschrittenen Sportler-Alter von 27. «Unsere Jungs und Mädels haben in den vergangenen Tagen viel für unsere Sportart getan», freute sich Buschkow. «Man kann schon von einem Boom sprechen.»

Aber Hausding stahl allen die Show. Sein Erfolgsrezept: Eleganz, die absolute Sprunghöhe und ein unheimlicher Orientierungssinn. Für Buschkow ist Hausding wie «eine Katze, die man aus dem Fenster wirft». Die sind nie orientierungslos und landen immer auf den Füßen, ebenso sei es bei Hausding. «Selbst wenn er mal einen Absprung nicht richtig trifft, kommt er immer noch gut ins Wasser.»

Hausding, der mit Klein nach 2008 und 2009 sein drittes Synchron- Gold in Serie holte, hat nun insgesamt sieben EM-Medaillen im Schrank, als erster Deutscher holte er bei einer Veranstaltung gleich vier. «So eine Bestmarke ist schon toll und es ist schön, wenn die Augen auf einen gerichtet sind», bekannte der Sportsoldat, der pro Tag im Schnitt zwischen 60 und 80 Sprünge macht, es können aber auch schon mal 100 werden.

Dabei absolvierte «Mr. Vielseitig» wegen der Grundausbildung bei der Bundeswehr in diesem Jahr nur 10 000 statt wie sonst bis zu 14 000 Sprünge. Bei normalem Pensum dürfte die Leistungskurve noch weiter nach oben gehen. «Solche Erfolge geben Zuversicht für die Zukunft», sagte Hausding mit einem optimistischen Blick auf die kommenden Höhepunkte.

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