Archivierter Artikel vom 20.05.2010, 15:18 Uhr
Köln

Mit zwei Jahren: «Töpfchen-Training» beginnen

Kinder unter 18 Monaten sind in der Regel noch nicht bereit, das Töpfchen zu benutzen. Studien mit mehreren hundert Kindern hätten jedoch gezeigt, dass manche Kinder schon mit zwei Jahren das Töpfchen benutzten, andere erst im Alter von vier.

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Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln auf dem Portal «gesundheitsinformation.de» hin. Nach den Forschungsergebnissen sei es sinnvoll, sich mit dem Thema zu beschäftigen, wenn das Kind rund zwei Jahre alt ist. Fangen Eltern früher mit dem «Töpfchen-Training» an, dauere es oft länger, bis sich ein Erfolg einstellt.

Den Studien zufolge könne es hilfreich sein, einerseits auf Signale des Kindes zu achten und es andererseits zu ermutigen. Kann das Kind sitzen und gehen, versteht es bereits Anweisungen seiner Eltern, beginnt es, Dinge selbstständig meistern zu wollen und spürt es, wenn es «mal muss», sind wichtige Voraussetzung für die Sauberkeitserziehung erfüllt, so das IQWiG. Eltern sollten ihren Nachwuchs dann mit der Toilette oder dem Töpfchen vertraut machen und ihm erklären, wofür man sie benutzt.

Im nächsten Schritt könnten sie ihr Kind regelmäßig bekleidet aufs Töpfchen setzen, zum Beispiel, wenn sie selbst das Bad benutzen. Fühlt sich das Kind wohl, komme es ohne Windel aufs Töpfchen. Ist die Windel das nächste Mal voll, können Eltern das Kind zur Toilette bringen und dort die Windel leeren. Nach und nach könnten sie ihr Kind dann für kurze Zeit ohne Windel herumlaufen lassen und es ermutigen, das Töpfchen zu benutzen. Macht das Kind Fortschritte, sollten ihm seine Eltern Kleidung anziehen, die es schnell selbst ausziehen kann. Wichtig ist, dass Mutter und Vater ihr Kind zwar loben, aber niemals schimpfen, wenn es doch mal in die Hose macht.

IQWiG-Information zum Trockenwerden: dpaq.de/N79nm