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    Leipzig

    Mit Pesic kommt das Selbstvertrauen: «180-Grad-Drehung»

    Svetislav Pesic hat den deutschen Basketballern einen Kulturwandel gebracht. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger setzt der Serbe auf schnelle Angriffe - dem jungen Team gefällt's. Trotz einer ermutigenden Vorbereitung warnt Pesic vor der EM-Qualifikation.

    Kulturwandel
    Svetislav Pesic (M) gibt seiner Mannschaft taktische Hinweise.
    Foto: Hendrik Schmidt - DPA

    Selbst in seinen kleinen Scherz mischt sich bei Heiko Schaffartzik ein wenig Ehrfurcht vor Svetislav Pesic. Mit einem schelmischen Grinsen ließ sich der Kapitän der deutschen Basketballer nach dem 68:57 gegen Georgien das Mikrofon vom Bundestrainer reichen. «Danke, Coach. Er tut alles für uns», meinte Schaffartzik in Leipzig nach der Mikro-Übergabe während der Pressekonferenz zur gelungenen Generalprobe für die anstehende EM-Qualifikation. «Er fordert viel, aber er gibt auch viel.»

    Vor allem hat der Europameistercoach von 1993 direkt zu Beginn seiner zweiten Amtszeit mit einer neuen Spielphilosophie dem stark verjüngten Team Selbstvertrauen eingehaucht. Als «180-Grad-Drehung» beschreibt Schaffartzik den Unterschied zu Pesic' Vorgänger.

    «Unter Dirk Bauermann war in der Offensive alles viel kontrollierter», erinnerte der 28 Jahre alte Aufbauspieler an den früheren Auswahltrainer, «jetzt spielen wir viel schneller, mehr Fastbreaks. Die Spieler können auch schlechte Würfe nehmen. Solange die Defense steht und der Einsatz stimmt, ist alles in Ordnung.» Und schob schnell hinterher: «Ich will nicht sagen, dass der eine Stil besser als der andere ist.»

    Vor dem ersten Pflichtspiel nach Pesic' Rückkehr auf die deutsche Trainerbank am Samstag in Hagen gegen den Basketballzwerg Luxemburg stehen nicht nur sieben Siege in neun Vorbereitungsspielen zu Buche. Auch der eingeleitete Generationswechsel nach einer durchwachsenen EM vor knapp einem Jahr in Litauen, als auch ein müder Dirk Nowitzki das deutsche Team nicht bis ins Viertelfinale führen könnte, scheint erfolgreich eingeleitet. Gerade einmal 23,7 Jahre betrug das Durchschnittsalter des Kaders in Leipzig, einzig Jan-Hendrik Jagla (31) ist älter als 28.

    «Uns fehlt noch die Erfahrung in Qualifikationsspielen», warnt Pesic deshalb seit Beginn der Vorbereitung in Kienbaum unablässig. Dort hat der Serbe den DBB-Korbjägern sein Verständnis des Sports eingeimpft. «Er sagt: Die erste Entscheidung, die euch in den Kopf kommt, ist die Beste», umreißt Flügelspieler Robin Benzing das Konzept. «Wenn wir frei sind, sollen wir schießen. Wenn wir penetrieren können, sollen wir penetrieren. Das ist eine gute Eigenschaft von ihm.»

    Um das angestrebte Ticket für die Europameisterschaft 2013 in Slowenien zu buchen, reicht schon ein zweiter Platz in der Gruppe mit den weiteren Gegnern Bulgarien, Schweden und Aserbaidschan. Doch wie bei den scharfen Anweisungen am Spielfeldrand lässt Pesic mit klaren Worten keine Zweifel an seinen Ambitionen und erklärt die EM-Teilnahme zur nationalen Aufgabe: «Wir haben jetzt sehr wichtige Spiele für Deutschland. Wir müssen uns qualifizieren.» Einzelne Fehler dürfen seine Spieler sich auf dem Feld erlauben, das große Scheitern hat der Erfolgscoach nicht eingeplant.

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