Archivierter Artikel vom 15.03.2010, 13:26 Uhr
Berlin

Mit Kindern Umgang mit Demenzkranken üben

Wie sie mit demenzkranken Großeltern am besten umgehen, müssen Kinder erst lernen. Es sei gut, wenn die Eltern Regeln vorgeben, diese genau erklären und an Beispielen verdeutlichen, erläutert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft in Berlin.

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Genauso wichtig sei aber, dass die Eltern diese Regeln selbst vorleben und das Kind daran lernen kann. Demenzkranke brauchten zum Beispiel mehr Zeit, um Gehörtes zu verarbeiten. Deshalb sollten Angehörige ruhig mit ihnen reden und genügend Zeit einplanen.

Das Verstehen fällt auch leichter, wenn der Angehörige Blickkontakt zum Demenzkranken herstellt und kurze, einfache Sätze bildet. Statt Kritik zu äußern und ihn zu verbessern, sollten sie den Kranken möglichst oft loben und wertschätzen. Hilfreich sei außerdem, möglichst viel mit Humor zu nehmen und gemeinsam über Missgeschicke zu lachen, rät die Alzheimer Gesellschaft in der neuen Broschüre «Wenn die Großmutter demenzkrank ist – Hilfen für Eltern und Kinder».

Doch es kann auch vorkommen, dass Kinder mit bestimmten Situation überfordert sind oder sich schämen. Ihre Eltern sollten sie genau beobachten und mit ihnen über solche Vorkommnisse sprechen. «Erklären Sie, dass es sich dabei um Symptome der Demenzerkrankung handelt», empfiehlt die Alzheimer Gesellschaft.

Informationen: Die Broschüre «Wenn die Großmutter demenzkrank ist» gibt es für vier Euro bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft; Telefon: 01803/17 10 17.

Broschüre online bestellen: http://dpaq.de/broschuere_oma_demenz