Archivierter Artikel vom 16.03.2011, 11:22 Uhr

Mit Kindern über Erdbeben-Bilder sprechen

Berlin/München (dpa/tmn) – Eltern sollten ihre Kinder mit den verstörenden Bildern der Erdbebenkatastrophe in Japan nicht allein lassen. Am besten geben Erwachsene ihnen jederzeit die Möglichkeit, über ihre Eindrücke und Ängste zu reden oder Dinge zu erklären.

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Kernkraftwerk Fukushima
Die Bilder aus Japan – hier das Kernkraftwerk Fukushima – können für Kinder verstörend sein. Eltern sollten ihren Nachwuchs daher nicht damit alleine lassen. (Bild: dpa)
Foto: DPA

Schon Kinder im Kindergartenalter nehmen wahr, dass das Leid der Opfer «echt» ist. Sie beziehen das Geschehen auf sich und fragen, ob ihnen Ähnliches passieren kann. Eltern sollten solche Ängste ernst nehmen. Wichtig ist auch, ihnen Möglichkeiten zur Verarbeitung anzubieten: Das kann ein gemaltes Bild oder eine aufgeschrieben Geschichte sein. Das empfehlen die Medieninitiative «Schau hin!» in Berlin sowie der Programmratgeber «Flimmo» in München.

Älteren Kindern im Grundschulalter ist eher mit Gesprächen und konkreten Informationen geholfen. Eltern orientieren sich am besten daran, wie viel der Nachwuchs erfahren möchte. Wissen Eltern auf Fragen keine Antwort, sollten sie das offen eingestehen. Sätze wie «Das verstehst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein» seien dagegen kontraproduktiv: Sie lassen die Kinder mit ihren Ängsten allein.

Haben Kinder das Bedürfnis sich im Fernsehen zu informieren, sollten sie am besten gemeinsam mit den Eltern Kindernachrichten-Sendungen wie «logo», «neuneinhalb» oder «Lilipuz» anschauen. Als Faustregel gelte, dass Nachrichten für Erwachsene erst für Kinder ab zehn Jahren geeignet sind.

Auswahl an Kindernachrichtensendungen (pdf)

Flimmo – Programmberatung für Eltern