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Mieten bei Neuverträgen steigen

Berlin (dpa). Wer seine Wohnung wechselt, zahlt anschließend teils deutlich mehr als die Durchschnittsmiete. Das teilte der Immobilienverband Deutschland (IVD) mit, der Makler und Immobilienverwalter vertritt.

Nach dem neuen Wohnpreisspiegel des Verbands steigen besonders in Großstädten die Mieten bei Neuverträgen – allerdings langsamer als 2008. Im Durchschnitt stiegen 2009 die Nettokaltmieten (ohne alle Nebenkosten) bei Neuverträgen um 0,9 Prozent, 2008 waren es 1,1 Prozent.

Am kräftigsten stiegen die Mieten bei Neuverträgen in Mönchengladbach (plus 16,7 Prozent), Karlsruhe (plus 15,4) und Dresden (plus 14,8). Der Durchschnitt lag der Anstieg bei Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern bei 1,9 Prozent. Der Grund: Immer mehr Menschen zieht es in die Großstädte, dort werden allerdings weniger neue Wohnungen gebaut. «Das Angebot und die Nachfrage nach Neubauwohnungen klaffen zunehmend auseinander», sagte IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling laut Mitteilung. Deshalb stiegen die Mieten auch besonders bei Erstbezügen. Von Wohnungsknappheit könne trotzdem noch keine Rede sein.

«Gefragt sind gut ausgestattete Wohnungen in den guten Lagen der Großstädte», sagte Kießling. «Insbesondere Altbauwohnungen liegen im Trend.» In diesem Segment habe es überdurchschnittliche Steigerungen gegeben.

Der Verband hat knapp 390 Städte verglichen und eine Nettokaltmiete von 5,95 Euro je Quadratmeter bei Neuverträgen für Nachkriegsbauten ermittelt. Bei Altbauten waren es 5,52 Euro und bei Neubauten 6,93 Euro.

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