Michael Defrancesco Kommentar über Facebook und soziale Netzwerke

Michael Defrancesco über den neumodischen Kram

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Neues wird immer gern mit Argusaugen betrachtet. Das gehört zur Natur des Menschen. Und das ist auch gut so: Ich mag es auch nicht, jeder Mode gleich hinterherzurennen und jeden Trend gleich mitzumachen.

Aber zu große Angst vor Neuem und die Sehnsucht nach der Käseglocke, die uns vor allen Fremdeinflüssen schützt, hilft auch nicht weiter.

Über die Gefahren von Facebook wurde schon viel geschrieben und gesagt. Immer wieder kreisen wir um die Frage, ob die sozialen Netzwerke Fluch oder Segen sind. Dabei stellt sich diese Frage schon längst nicht mehr. Soziale Netzwerke gehören zum heutigen Leben, ob es uns passt oder nicht. Und uns bleibt nichts anderes übrig, als sie sinnvoll zu nutzen.

Facebook für Kinder – als Vater habe ich auch erst einmal gezuckt bei der Vorstellung, dass die Krake Facebook nun auch gezielt Informationen aus den Minderjährigen heraussaugen will. Verhindern lässt sich dies nicht. Aber abmildern sicher: Denn wenn ich mich als Vater für mein Kind interessiere und ein Vertrauensverhältnis besteht, dann kann ich hoffen, dass mein Kind leichter durch die Strudel des Internets navigieren kann. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Es hilft nur, sich selbst anzumelden. Sich als Erwachsener in Facebook und anderen Netzwerken auszukennen, sogar Spaß daran zu haben. Nicht zu verbieten, sondern gemeinsam mit dem Kind die Chancen des Internets zu erleben. Medienkompetenz vermitteln und vorleben: eine der Herausforderungen an uns heutige Eltern.

Mail an den Autor: michael.defrancesco@rhein-zeitung.net