Archivierter Artikel vom 15.04.2011, 08:58 Uhr

Mexiko: Keine Clenbuterol-Gefahr für Sportler

Guadalajara (dpa). Mexikos Gesundheitsbehörde hat nach der Clenbuterol-Warnung aus Deutschland ein Doping-Risiko für die Sportler bei den Panamerikanischen Spielen ausgeschlossen.

Dennoch wollen die Ausrichter der Spiele in Guadalajara im Oktober die Verpflegung der Athleten testen lassen, hieß es. Zuvor hatte die deutsche Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) vor einer erhöhten Gefahr «des unbeabsichtigten Dopings durch Aufnahme des verbotenen ß2-Agonisten Clenbuterol» gewarnt.

Wissenschaftler hatten bei einer Untersuchung von Mexiko-Reisenden deutlich erhöhte Werte des Kälbermastmittels festgestellt. Einen Clenbuterol-Grenzwert gibt es in den Anti-Doping-Regularien bislang nicht; die in der Untersuchung festgestellten Konzentrationen würden laut NADA «somit bei Sportlern als positives Doping-Analyseergebnis gewertet».

Zuletzt hatte es spektakuläre Clenbuterol-Fälle gegeben. Der dreifache Tour-de-France-Sieger Alberto Contador begründete seine erhöhten Werte mit verseuchtem Rindfleisch aus Nordspanien. Der spanische Radsport-Verband sprach ihn zwar vom Doping-Vorwurf frei, der Weltverband UCI und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA legten jedoch Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS ein.

Der deutsche Tischtennis-Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov wurde trotz erhöhter Clenbuterol-Werte freigesprochen. Er erklärte die positive Doping-Probe mit der Einnahme von kontaminiertem Fleisch in China.