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    Nürnberg

    Merkworte für Ersthelfer: Prüfen, Rufen, Drücken

    Nur in 15 Prozent der Fälle fangen Laien mit Wiederbelebungsmaßnahmen an, bevor die Rettungskräfte eintreffen. Dabei kann schnelles Handeln Leben retten. Mit drei Merkwörtern sind Ersthelfer für den Notfall gerüstet.

    Erste-Hilfe-Übungen
    Maßnahmen, die Leben retten können: Erst den Zustand prüfen, dann den Notruf alarmieren, anschließend wiederbeleben bis Hilfe eintrifft.
    Foto: Peter Steffen/Archiv - DPA

    Prüfen, Rufen, Drücken: Wer sich diese drei Worte merkt, ist als Ersthelfer für einen Notfall gut gewappnet. Darauf weisen der Berufsverband Deutscher Anästhesisten und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin in einer gemeinsamen Kampagne zum Weltanästhesie-Tag am Dienstag (16. Oktober 2012) hin. Gemeint ist damit, dass ein Augenzeuge als erstes kontrollieren sollte, ob ein bewusstlos zusammengebrochener Mensch noch reagiert und atmet.

    Dann sollte der Helfer unter der Telefonnummer 112 den Notruf alarmieren oder jemand anders bitten, das zu tun. Atmet der Betroffene nicht mehr, gilt es als Drittes, ihn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wiederzubeleben. Dazu drückt man fest und mindestens 100 Mal pro Minute die Mitte des Brustbeins des Bewusstlosen nach unten. Trainierte Ersthelfer sollten zusätzlich nach jeweils 30 Mal Drücken zweimal von Mund zu Mund beatmen.

    Weitaus mehr Menschen als bislang könnten vor dem plötzlichen Herztod bewahrt werden, wenn die Bereitschaft zur Ersten Hilfe größer wäre, betonen die Organisationen. Diese sei in Deutschland im internationalen Vergleich erschreckend niedrig: In nur 15 Prozent der Fälle fangen Laien vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen an, ergab eine Studie. Oft spiele Angst vor Fehlern und Unwissenheit in Sachen Erste Hilfe eine Rolle. Der einzige Fehler sei aber, nichts zu tun.

    Der plötzliche Herztod ist den Angaben zufolge mit etwa 80 000 bis 100 000 Fällen eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ihm geht ein Herzstillstand voraus. Diesen überleben Betroffene in der Regel nur, wenn sie innerhalb von fünf Minuten eine Herzdruckmassage bekommen.

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