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Hamburg

Mehrheit findet Selbsthilfegruppen wichtiger als Ärzte

dpa/tmn

Die Mehrheit der Deutschen hält bei Krankheiten Selbsthilfegruppen manchmal für wichtiger als einen Mediziner. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK in Hamburg.

Demnach finden 86 Prozent der Befragten den Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen besonders wichtig. Fast genauso viele (84 Prozent) meinen, dass solche Gruppen die Behandlung durch den Arzt sinnvoll ergänzt. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) sind der Ansicht, dass die Selbsthilfe manchmal sogar wichtiger ist als Ärzte und Psychologen.

Als sinnvoll erachten die meisten Befragten Selbsthilfegruppen bei psychischen Problemen wie Depressionen (83 Prozent). Auch bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs (81 Prozent) sowie bei chronischen Leiden wie Diabetes (65 Prozent) und Beziehungsproblemen in der Familie (58 Prozent) halten sie sie für sinnvoll. Bei akuten Beschwerden wie Rückenschmerzen ist nur ein Drittel (34 Prozent) dieser Ansicht. Am häufigsten werden Informationen zum Thema Selbsthilfe aus den Medien (63 Prozent) bezogen. Bundesweit befragt wurden 1001 Männer und Frauen am 2. und 3. Juni.

Bundesweite Serviceeinrichtung zur Selbsthilfe: www.nakos.de

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