Archivierter Artikel vom 13.08.2010, 12:20 Uhr

Mehr Atemprobleme bei späten Frühgeburten

Werne (dpa/tmn). Späte Frühchen haben ein dreimal höheres Risiko an Atemproblemen zu leiden als Normalgeborene. In der Regel kommen sie in der 37. anstatt der 40. Schwangerschaftswoche auf die Welt.

Besonders häufig treten die Schwierigkeiten bei Kindern auf, die auf Wunsch der Mutter per Kaiserschnitt geboren wurden. Oft geschieht dies noch vor der 38. Schwangerschaftswoche. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne hin.

Bei der Geburt per Kaiserschnitt stößt der Körper der Mutter keine Katecholamine aus. Diese Stresshormone, die bei einer normalen Geburt durch die Wehen ausgeschüttet werden, sind für die Entfaltung der Lunge wichtig. Sie sorgen dafür, dass weniger Flüssigkeit in die Lungen des Kindes gelangt und kurbeln die Bildung eines Schutzfilms an. Dieser weitet die Lungenbläschen und erleichtert dem Neugeborenen die ersten Atemzüge.

Informationen rund um Atemwegserkrankungen