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Medizintechnik: Herzschrittmacher entwickeln lernen

Senftenberg (dpa/tmn) – Das Herz eines gesunden Erwachsenen schlägt etwa 60 bis 80 Mal pro Minute. Arbeitet es nicht richtig, kann ein Herzschrittmacher helfen. Wie diese Geräte funktionieren, programmiert und gewartet werden, lernen Studenten im Fach Medizintechnik.

In dem Fach geht es darum, klassisches Ingenieurwissen auf Medizinprodukte anzuwenden, wie Prof. Dietmar Henrich von der Hochschule Lausitz in Senftenberg erklärt. Die FH bietet einen Bachelor in dem Fach an. Studenten entwickeln etwa Rollatoren für Senioren oder EKG-Geräte, mit denen Patienten im Krankenhaus durchgecheckt werden. Oder die Hochschüler gestalten Telefone mit großen Tasten für sehbehinderte Menschen.

Im Studium geht es sowohl um technisches als auch medizinisches Know-how. Mathematische und naturwissenschaftliche Fächer bilden die Grundlage. Es stehen aber ebenso Fächer wie Physiologie, Anatomie und Informatik auf dem Lehrplan. Außerdem entwickeln Studenten in Projekten zum Beispiel Kleidung mit Rückmeldefunktion, die etwa bei Herzpatienten eingesetzt werden kann. Die Sensoren überwachen Bewegungsmuster und sollen es ermöglichen, dass Probleme schneller erkannt werden. Die Studenten können zwischen drei Schwerpunkten wählen: Medizininformatik, Maschinenbau und Medizinelektronik.

Passende Jobs bieten Sanitäts- oder Krankenhäuser. Oder Absolventen warten und entwickeln medizinische Geräte in Unternehmen. Bedarf gibt es außerdem in der Forschung. Studieren lässt sich das Fach außer in Senftenberg auch in zahlreichen weiteren Städten.

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