Archivierter Artikel vom 14.05.2012, 13:25 Uhr
München

Medikamente gegen Bluthochdruck richtig einnehmen

Medikamente gegen Bluthochdruck sollen meistens morgens eingenommen werden. In Ausnahmefällen raten Ärzte aber abends zum Griff in den Medizinschrank.

Bestimmte Patienten mit Bluthochdruck sollten ihre Medikamente abends statt morgens nehmen. Das gelte zum Beispiel für Menschen, die außerdem noch Diabetes, Schlafapnoe oder Nierenschwäche haben, teilt der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) mit. Für gewöhnlich rieten Ärzte, blutdrucksenkende Arzneien morgens zu nehmen. Denn normalerweise falle der Blutdruck nachts leicht ab und steige morgens wieder. Diese gewöhnlichen Blutdruckschwankungen könnten bei Menschen mit Diabetes, Schlafapnoe oder Nierenschwäche gestört sein. Bei ihnen sinke der Blutdruck nachts nicht oder steige sogar. Die abendliche Einnahme könne den Rhythmus normalisieren.

Nicht hilfreich sei sie dagegen bei Patienten, die Betablocker nehmen, warnt der BNK. Betablocker bekämen Menschen mit stressbedingtem Bluthochdruck. Weil die Konzentration von Stresshormonen vormittags am höchsten sei, wirke die Arznei morgens am besten. Auch ältere Menschen mit einer ausgeprägten Gefäßverkalkung müssten dringend bei der morgendlichen Einnahme bleiben. Sonst falle der Blutdruck nachts zu stark ab und verursache möglicherweise Durchblutungsstörungen.

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