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    Oslo

    Material gibt Rätsel auf: Langläufer mit Problemen

    Die deutschen Skilangläufer haben ein Problem. Wie bereits teilweise bei den Olympischen Winterspielen in Whistler kamen Teichmann und Co. auch beim Weltcup in Oslo mit dem Material nicht klar und mussten bis auf Evi Sachenbacher-Stehle deprimierende Ergebnisse hinnehmen.

    Zielspurt
    Petter Northug (r) hängt auf der Zielgeraden Pietro Piller Cottrer ab.

    Wenigstens die Teamsprint-Olympiasiegerin erlief sich mit Platz fünf über 30 Kilometer ein bemerkenswertes Resultat, während bei den Herren über 50 Kilometer Tobias Angerer mit Platz 15 zufrieden sein musste. Der Olympia-Zweite Axel Teichmann beendete das Rennen entnervt sogar vorzeitig.

    Vor den Augen von Norwegens König Harald V. waren die norwegischen Athleten eine Klasse für sich. Die dreimalige Olympiasiegerin Marit Björgen siegte sowohl beim norwegischen Dreifach-Erfolg über 30 km als auch im Sprint und setzte damit ihren bei Olympia begonnenen Siegeszug eindrucksvoll fort. Bei den Herren gewann Weltcup-Spitzenreiter und Olympiasieger Petter Northug erstmalig das prestigeträchtige Rennen am Holmenkollen und steht damit unmittelbar vor dem Gesamtsieg. Der Sprint war eine Angelegenheit seines Landsmannes Anders Glöersen. Hier erreichte Tim Tscharnke (Biberau) das Viertelfinale, schied dort aber chancenlos aus.

    Temperaturen um den Gefrierpunkt sind für die von den deutschen Athleten genutzten Ski Gift. «Ich weiß nicht, ob es am Schliff liegt, aber wir haben für diese Bedingungen einfach kein Material», sagte Bundestrainer Jochen Behle ratlos. Angesichts der Tatsache, dass im nächsten Jahr an gleicher Stelle und bei möglicherweise gleichen äußeren Bedingungen die Weltmeisterschaften stattfinden, ist dringend Handlungsbedarf geboten. «Ich will nächstes Jahr hier Medaillen gewinnen, wenn's geht auch in der Staffel. Da müssen wir uns zusammensetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen», meinte Axel Teichmann (Bad Lobenstein). Er hatte schon frühzeitig sein Ski- Wechselkontingent erschöpft und als auch das vierte Paar keine Hoffnungen auf eine erfolgreiche Aufholjagd gestattete, beendete er das Rennen nach 25 Kilometern. Auch im Sprint fand er keine Einstellung, so dass in der Qualifikation das Aus kam.

    Auch Angerer hatte im «Fünfziger» schon an Aufgabe gedacht, als dann doch noch ein schneller Ski gefunden wurde. «Ich hatte zuvor immer das Gefühl, auf Sand zu laufen. Das geht dann auf die Muskulatur, so dass ich am Ende, als die Post abging, nicht mehr mithalten konnte», meinte der Vachendorfer enttäuscht.

    Lediglich Evi Sachenbacher-Stehle strahlte wie zuletzt fast immer. «Zum Saisonende geht es immer hervorragend. Ich glaube, ich muss mal irgendetwas umstellen, damit es auch zu Saisonbeginn gute Ergebnisse gibt», sagte die Bayerin aus Reit im Winkl. Mit dem guten Gefühl des fünften Platzes über 30 km trat sie auch zum Sprint an, überstand die Qualifikation als 30. gerade so und schied dann nicht einmal unzufrieden im Viertelfinale aus.

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