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    Königssee

    Martini Zweite beim Bob-Weltcup in Königssee

    Nach drei siegreichen Jahren hat Bobpilotin Cathleen Martini auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt erstmals eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Oberbärenburgerin, die 2011 in Königssee Weltmeisterin wurde, kam beim Zweierbob-Weltcup auf Rang zwei.

    Geschlagen
    Cathleen Martini und und ihre Anschieberin Janine Tischler mussten sich mit Platz zwei begnügen.
    Foto: Tobias Hase - DPA

    Den überlegenen Sieg mit 0,42 Sekunden Vorsprung holte sich Olympiasiegerin und Weltmeisterin Kaillie Humphries, die somit das sechste Rennen beim siebten Weltcup der Saison gewann.

    Nur beim Weltcup in der Vorwoche in Altenberg hatte Martini die Siegesserie der starken Kanadierin gestoppt. Sandra Kiriasis von der RSG Hochsauerland landete mit Berit Wiacker auf Rang drei, die Erfurterin Anja Schneiderheinze wurde mit Stephanie Schneider Neunte.

    «Kaillie hatte schon im Training angedeutet, dass sie hier sehr gut klarkommt. Ich bin zufrieden mit Platz zwei, die Formkurve zeigt aufwärts und das Material läuft. Da können wir zuversichtlich in Richtung WM schauen», meinte Martini zwei Wochen vor den Titelkämpfen in St. Moritz. Zuvor steht in der kommenden Woche noch die EM in Innsbruck auf dem Plan, doch auf der Starter-Bahn rechnet sich die Sächsin nicht so viel Chancen aus. Nur einen Wunsch hat sie für die nächsten Rennen: «Hoffentlich wird das Wetter mal besser, letzte Woche nur Regen, jetzt nur Schneetreiben, ich möchte endlich mal wieder bei besserem Wetter fahren.»

    Die Überraschung des Tages landete die Schweizerin Caroline Spahni mit Anschieberin Ariane Walser, die mit Startnummer 13 bis auf Rang zwei nach dem ersten Durchgang vorgefahren war und in der Endwertung noch auf Rang sechs kam. Die Eidgenössin wechselte zwei Wochen vor der WM in St. Moritz ihren Schlitten und fährt nun eine Weiterentwicklung des Zweierbobs «Citius», der extra für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver entwickelt wurde. Mit 120,13 Stundenkilometern erreichte sie hinter Humphries die zweitbeste Geschwindigkeit.

    Cheftrainer Christoph Langen ist seinem Bremser-Roulette erneut treugeblieben und hat bei den deutschen Pilotinnen erneut Umbesetzungen vorgenommen. So fuhr Stephanie Schneider, in der Vorwoche noch in Altenberg siegreich mit Martini, bei Schneiderheinze mit. Dafür setzte Martini auf Janine Tischer. Kiriasis, zuletzt Platz zwei in Altenberg mit Franziska Bertels, hatte Berit Wiacker auf der Bremsposition.

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