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    Luhukay verteidigt Rotation – Fokus auf Köln

    Ein strahlendes Siegerlächeln sieht anders aus. Bei Jos Luhukay war es vielmehr Erleichterung, die beim Trainer des FC Augsburg am Ende sogar in Wut überging.

    Ungehalten
    Trotz des Sieges wollte sich bei Augsburgs Trainer Jos Luhukay keine Fröhlichkeit einstellen.
    Foto: Hendrik Schmidt - DPA

    Denn nach dem mageren 1:0 beim Viertligisten RB Leipzig reagierte Luhukay äußerst gereizt auf die Fragen, warum er denn mit zehn personellen Veränderungen im Vergleich zum 1:1 beim letzten Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen so ein hohes Risiko gegangen ist.

    Respektlos, völlig unangemessen und unpassend seien solche Fragen, erwiderte der Coach und fügte wohl wissend um die Rückendeckung seines Managers an: «Ich weiß, dass ich mich auf die ganze Mannschaft verlassen kann. Über eine Saison hinweg brauchen wir mehr als elf Spieler.»

    FCA-Manager Andreas Rettig stapfte fuchsteufelswild in den Katakomben der Leipziger WM-Arena von 2006 herum: «Es ist ja nicht so, dass wir hier mit irgendwelchen Bratwürsten spielen», sagte er und forderte mehr Respekt für die eingesetzten Spieler. Immerhin waren Gibril Sankoh und Paul Verhaegh Stützen der Aufstiegsmannschaft und Angreifer Nando Rafael Augsburgs bester Torschütze in der Vorsaison, betonte er.

    Im Hinblick auf das wichtige Spiel am Sonntag beim 1. FC Köln, der als Tabellen-Zwölfter fünf Punkte und vier Plätze über Augsburg steht, hat Luhukay am Ende alles richtig gemacht. «Jetzt haben wir wieder mehr Optionen, denn wir haben einige zuletzt verletzte Spieler zurück im Team. Hier im Pokal ist nicht das Entscheidende, ob man hervorragenden Fußball spielt, sondern nur das Weiterkommen.»

    In Köln plant Luhukay dann wieder mit Stammkeeper Simon Jentzsch, der zuletzt an einer Fingerverletzung laborierte. Auch Mittelfeldspieler Axel Bellinghausen, den zuletzt muskuläre Probleme im Oberschenkel plagten, dürfte dann wieder zur Stammelf gehören.

    Aufgedrängt haben sich im insgesamt mageren Leipziger Pokalfight der 19-jährige Marco Thiede, der sein erstes Pflichtspiel bei den Profis absolvierte sowie Werner und Torschütze Brinkmann (62.). «Ich war ja selbst etwas überrascht über die vielen Wechsel in der Mannschaft. Doch bei uns muss jeder den anderen ersetzen können. Und mal ehrlich, Leipzig ist eine richtig gute Truppe mit erfahrenen Erst- und Zweitligaspielern, da fährt man nicht einfach hin und kassiert die Punkte», betonte Brinkmann.

    In der Tat brachte die Anfangself der RasenBallsportler 482 Erst- und Zweitliga-Einsätze mit in die Begegnung, die sie klar dominierten. Doch am Abschluss haperte es. «Schlussendlich war immer ein Schuhbanderl, eine Schuhsohle oder ein Oberschenkel dazwischen», sagte der österreichische RB-Trainer Peter Pacult.

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