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Vancouver

Lufthansa-Streik bedroht Rückkehr von Steuers Paar

Der angekündigte Streik bei der Lufthansa bedroht die rechtzeitige Rückkehr der olympischen Bronzemedaillen-Gewinner Aljona Savchenko und Robin Szolkowy zum Schaulaufen nach Vancouver.

Die Weltmeister waren kurz nach ihrem Olympia-Auftritt zusammen mit Trainer Ingo Steuer nach Chemnitz gereist, um sich auf die Titelverteidigung im März in Turin vorzubereiten. Am 25. Februar wollten sie wieder von Frankfurt nach Kanada fliegen. Die ausverkaufte Eiskunstlauf-Gala ist am 27. Februar. Die Pilotenvereinigung Cockpit hat vom 22. bis 25. Februar Arbeitsniederlegungen angekündigt.

«Wir versuchen, ihnen von hier zu helfen», sagte Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Fest stehe bisher nur, dass die Verbindung nach Frankfurt gestrichen sei – das Trio muss mit der Bahn reisen. Ob die Sachsen noch auf eine andere Fluggesellschaft umbuchen können, will Treitz zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund klären.

Die schnelle Abreise von den Spielen war bei vielen Beobachtern mit Verwunderung aufgenommen worden. Das olympische Flair zu genießen, stand nicht auf dem Plan von Steuer. «Wir hätten nur einmal am Tag eine Eiszeit für das Einüben der Schaulauf-Nummer gehabt», rechtfertigte der Trainer die ungewöhnliche Planung. Andere Athleten haben sich in den zahlreichen Eishallen in der Umgebung zusätzliche Stunden angemietet – Savchenko/Szolkowy müssen hingegen zum zweiten Mal den Jetlag durchmachen.

Nach der harten Schelte von Steuer an der Leistung seines Erfolgsduos in der Kür hat der ambitionierte Coach auch noch einmal das Gespräch mit dem Verband gesucht, um die Wogen zu glätten. «Ja, er ist auf mich zugekommen», erzählte Treitz, «die Stimmung im Team ist nun viel besser, als es von außen angenommen wird.» Steuer hatte schon am Tag nach der Paarlauf-Entscheidung seine Worte bereut.

Wenn die dreimaligen Europameister ihre Karriere erfolgreich fortsetzen wollen, und daran gibt es eigentlich keine Zweifel mehr, muss der 43-Jährige seine Einzelkämpfer-Rolle aufgeben. Nach dem deutlichen Zeichen der deutschen Sportfunktionäre, ihn trotz seiner Stasi-Vergangenheit als vollwertiges Teammitglied zu Olympia mitzunehmen, wäre es an der Zeit, die juristischen Streitigkeiten zu beenden. Nach der Saison fordert das Dreiergespann immer noch 250 000 Euro von der klammen DEU, die das Geld niemals aus dem Hut zaubern kann. Wenn der Verband keine Sponsorengelder auftreibt, soll es wieder zum Gerichtsstreit kommen.

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