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    München

    Luftfahrtstudie: Fliegen wird immer sicherer

    Fliegen boomt: Im Jahr 2014 gab es weltweit rund 3,3 Milliarden Fluggäste - im Vergleich dazu waren es 1960 nur 106 Millionen. Trotzdem sind Flugreisen sicherer geworden, legt eine Studie nahe.

    Flieger in der Abendsonne
    Dem Flugversicherer zufolge ist es unwahrscheinlicher, in den USA oder Europa bei einem Flugzeugabsturz zu sterben als bei einem Blitzschlag.
    Foto: Kevin Kurek - DPA

    Eine schlechte Nachricht für Menschen mit Flugangst: Den sichersten Platz im Flugzeug gibt es nicht. Denn kein Absturz ist wie der andere. Darauf weist der Flugversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hin und beruft sich auf eine Studie zur Flugsicherheit. Immerhin ist Fliegen demnach in den letzten Jahrzehnten erheblich sicherer geworden.

    Kamen zwischen 1962 und 1971 noch 133 Todesfälle auf 100 Millionen Passagiere, waren es in den Jahren 2001 bis 2013 weniger als 2 pro 100 Millionen. Laut dem Flugversicherer ist es damit unwahrscheinlicher, in den USA und Europa bei einem Flugzeugabsturz umzukommen (1 zu 29 Millionen), als an einem Blitzschlag zu sterben (1 zu 10,5 Millionen). Und das obwohl der Flugverkehr erheblich zugenommen hat. Gab es 1960 noch 106 Millionen Passagiere, werden für 2014 etwa 3,3 Milliarden erwartet.

    Es gibt laut AGCS allerdings erhebliche regionale Unterschiede bei der Sicherheit. So hätten sich im Jahr 2012 rund 88 Prozent der globalen Todesfälle im Luftverkehr in Afrika (45 Prozent) und Asien (43 Prozent) ereignet. Als wesentliche Ursache dafür macht AGCS die älteren Flugzeug-Flotten und die Sicherheits- und Trainingsstandards aus, die zum Teil mit denen vergleichbar seien, die in den USA und Europa vor 50 Jahren herrschten.

    Nach Flugphasen aufgeschlüsselt ereignen sich laut der Studie die meisten Unfälle während des Sinkflugs oder der Landung (57 Prozent), beim Aufstieg sind es 24 Prozent und nur 9 Prozent während des Reiseflugs. Zudem seien 70 Prozent der tödlichen Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen. Dabei weist die AGCS darauf hin, dass «eine Reihe von Vorfällen» darauf hindeute, dass sich Piloten «möglicherweise zu sehr auf die Automatisierung im Cockpit verlassen».

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