Archivierter Artikel vom 22.06.2010, 19:22 Uhr

Londons Olympia-Chef verteidigt Sponsor BP

Lausanne (dpa). Londons Olympia-Organisationspräsident Sebastian Coe hat das Sponsoring des britischen Ölkonzern BP ungeachtet der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko verteidigt.

«BP ist ein Weltklasse-Unternehmen, das offen und ernsthaft mit der Sache umgeht», sagte der frühere Leichtathlet am Rande der Sitzung der IOC-Exekutivkomitee. Der Konzern ist seit 2008 Topsponsor der Olympischen Spiele 2012 in London und unterstützt das Sportspektakel mit rund 40 Millionen Pfund (48,25 Millionen Euro). «Ich möchte, dass sich BP auf die Ölkatastrophe konzentriert, aber ich will auch, dass die Firma unser Partner bleibt», sagte Coe.

Die Organisatoren werben damit, dass London die umweltverträglichsten Olympischen Spiele veranstalten wird, die es jemals gab. Coe glaubt nicht, dass mit dem Festhalten an BP die ökologischen Glaubwürdigkeit Londons leiden könnte: «Wenn ich und mein Organisationskomitee sich unwohl fühlen würden, würde BP nicht an der Kopfseite des Tisches sitzen.»