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Loben nicht vergessen: Tipps fürs Lehrer-Eltern-Gespräch

Oranienburg (dpa/tmn) – Es kann um schlechte Noten gehen oder wenn das Kind ständig als Klassenclown auffällt: Müssen Eltern in die Lehrersprechstunde, geht es meist nicht um angenehme Themen. Schwierigen Gesprächen kann aber vorgebeugt werden.

Klassenzimmer
Foto: DPA

Der Klassenlehrer bittet zum Gespräch – das kann ja nichts Gutes heißen! Oder? Schnell kann die Stimmung im Eltern-Lehrer-Treffen hitzig werden. «Eltern gehen deshalb besser immer mal wieder in die Sprechstunde, schon bevor es Probleme gibt», sagte Ursula Walther, stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats (BER). Denn seien die Schwierigkeiten erst einmal da, könnten die Beteiligten nur noch schwer auf entspannter Ebene miteinander reden.

Wenn möglich, sollten Eltern mit einem Lob in das Lehrergespräch einsteigen. «Erzählen Sie, warum das Kind gerne in die Stunde geht», rät Walther. Das können auch kleine Dinge sein, etwa, wenn der Pädagoge morgens immer besonders schön eine Geschichte vorliest. Am besten machten sich Eltern eine Liste mit Punkten, die sie besprechen wollen. Denn im Gespräch gingen sonst viele Dinge unter. Bevor es um die individuelle Situation des Kindes geht, sollten Eltern die Chance nutzen, den Lehrer zu fragen: «Wie schätzen Sie die Klassensituation ein? Wie gut ist mein Kind integriert?» So ließen sich eigene Eindrücke abgleichen.

Einen Richtwert, wie oft Eltern den Lehrer aufsuchen sollten, gibt es nicht. «Das hängt vom Kind und vom Fach ab. Das kann von zweimal im Jahr bis zehnmal im Jahr reichen», sagt Walther.

Damit das Gespräch auf Augenhöhe stattfindet, dürften auch Eltern Themen setzen. «Erzählen Sie Dinge von zu Hause, auch wenn der Lehrer nicht danach fragt», rät Walther. Denn er könne ein Kind besser beurteilen, wenn er wisse, dass die Familie beispielsweise wenig Geld hat, es Ärger mit Geschwistern oder einen Todesfall gibt.

Aus einer aktuellen Emnid-Studie geht hervor, dass fast alle Eltern regelmäßig die Sprechstunde der Lehrer nutzen (90 Prozent). 84 Prozent haben dabei das Gefühl, dass die Lehrer an einer Zusammenarbeit mit den Eltern interessiert sind. Allerdings kritisiert knapp ein Drittel (32 Prozent), dass Lehrer den Eltern keine Fragen über ihr Kind stellen.

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