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    Letzte WM-Chance: Giani und seine Volleyballer unter Druck

    Eine WM ohne Deutschland? Die Volleyballer wollen den drohenden Imageschaden im letzten Versuch noch abwenden. Nicht nur für Bundestrainer Andrea Giani ist das Turnier in Belgien wegweisend. Die Deutschen feiern in Kortrijk ein spannendes Wiedersehen.

    Unter Druck
    Bundestrainer Andrea Giani (M.) will mit der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft zur WM.
    Foto: Soeren Stache - dpa

    Kortrijk (dpa). In Westflandern wollen Bundestrainer Andrea Giani und die deutschen Volleyballer auf den letzten Drücker noch das ersehnte WM-Ticket lösen. Auf dem Italiener und seinem WM-Dritten von 2014 lastet vor dem Turnierauftakt in Belgien enormer Druck.

    Das Verpassen der Endrunde 2018 in Italien und Bulgarien wäre für Giani und seine Mannschaft ein riesiger Imageschaden.

    „Wir haben die letzten zwei Wochen unglaublich hart gearbeitet. Unser Ziel ist natürlich der Turniersieg und die damit verbundene Qualifikation für die Weltmeisterschaft“, versicherte Giani vor dem Start am Mittwoch (17.30 Uhr) gegen den Weltranglisten-32. Spanien. „Es wird aber schwierig, da starke Gegner auf uns warten, die alle das gleiche Ziel vor Augen haben.“

    Mehr als fünf Monate nach seinem Amtsantritt steht Giani vor seiner bislang größten Bewährungsprobe als Nationaltrainer der Deutschen. Der 47-Jährige aus Neapel muss liefern. Im ersten Anlauf hatte Giani mit seiner Mannschaft gegen Europameister Frankreich im Mai das direkte WM-Ticket vergeben. Und erst vor einem Monat verpassten die Deutschen dann auch den Aufstieg in die zweite Weltligagruppe.

    „Wir lernen uns immer noch kennen und müssen die Ideen von Andrea immer noch kennenlernen und umsetzen“, hatte Zuspieler und Kapitän Lukas Kampa beteuert. „Wir müssen unseren Stil weiter finden und als Mannschaft weiter zusammenwachsen.“

    Dass sich das Team immer noch im Findungsprozess befindet, verwundert nicht. Giani verfolgt eine andere Strategie als sein Vorgänger Vital Heynen. Während der aktuelle belgische Nationalcoach die Punkte mit Geduld herausspielen ließ, forciert der Italiener ein schnelles und aggressives Angriffsspiel.

    Beim Sechs-Nationen-Turnier in Kortrijk mit Gastgeber Belgien, Deutschland, Estland, Spanien, Weißrussland und der Slowakei muss Giani aber auf viel Offensivwucht verzichten. Diagonalangreifer Georg Grozer und sein erster Ersatzmann Jochen Schöps fehlen, zudem verzichten auch Korsettstangen wie Libero Markus Steuerwald oder Mittelblocker Philipp Collin auf die Reise nach Flandern.

    Dennoch sind Kampa & Co. für Heynen der Favorit. Deutschland sei zwar nicht so stark wie beim sensationellen Gewinn von WM-Bronze 2014, sagte der damalige deutsche Nationaltrainer der Deutschen Presse-Agentur. „Sie haben aber die gleiche Mannschaft wie in der EM-Qualifikation. Deutschland ist der Favorit.“ Noch unter Heynen hatten die Deutschen im September 2016 das Ticket für die EM Ende August dieses Jahres in Polen gelöst.

    Heynen hofft in seiner Heimat auf den WM-Coup. Wie auch Giani steckt der Vereinscoach des VfB Friedrichshafen mit seinen Belgiern aber im Umbruch. „Mit mir ist es am Anfang immer schwierig“, räumte Heynen ein und erinnerte an seine Anfangszeit in Deutschland 2012, als er mit seinen bisweilen unorthodoxen Trainingsmethoden aneckte.

    Heynens „Rote Drachen“ treffen am Samstag (20.10 Uhr) auf die Auswahl des DVV. „Ich hoffe, dass das Spiel gegen Deutschland das Finale wird“, meinte der 48-Jährige. Egal wie es ausgeht, für Heynen steht auch nach dem Turnier und einem Anflug von Nostalgie fest: „Die Deutschen bleiben meine Spieler, das sind alles meine Jungs.“

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