Archivierter Artikel vom 27.01.2010, 10:24 Uhr
Fürth

Lese-Rechtschreib-Schwäche: Gemeinsam organisieren

Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden, weil sie merken, dass sie Aufgaben nicht so gut bewältigen können wie andere. Ihre Eltern sollten ihnen erklären, dass die Schwäche angeboren ist wie ein taubes Ohr oder ein lahmes Bein.

Dazu rät Hermann Scheuerer-Englisch von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth. Wichtig ist dabei die Botschaft, dass das Kind nichts dafür kann, also an der Schwäche nicht schuld ist.

Außerdem sollten die Eltern erklären, dass sich das Handicap trotz Anstrengung – die weiterhin erforderlich ist – nur langsam verändern lässt. Daneben leiten sie am besten schnell die erforderliche Diagnose in die Wege, um die damit verbundenen Erleichterungen in der Schule für das Kind möglich zu machen, empfiehlt Scheuerer-Englisch.

Das sollte offen und transparent zusammen mit dem Kind erfolgen, so dass bei ihm der Eindruck entsteht: Die Eltern unterstützen mich bei meiner Schwäche, aber sie sehen auch meine Stärken und ich bin trotz der Schwäche ein liebenswertes Kind.

Webseite der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung: www.bke.de