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Leipzig

Leipzig dreht Spiel: 3:1 über Aue nach Verlängerung

RB Leipzig hat ein fast verloren geglaubtes Spiel gedreht und erstmals in der Clubgeschichte das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Im Duell der sächsischen Fußball-Zweitligisten setzten sich die Leipziger gegen den FC Erzgebirge Aue mit 3:1 (0:1, 1:1) nach Verlängerung durch.

Gedreht
Leipzig dreht das Spiel nach spätem Ausgleich.
Foto: Hendrik Schmidt – dpa

Vor 28 419 Zuschauern lenkte Lukas Klostermann in der 20. Minute eine Hereingabe von Aues Kapitän René Klingbeil ins eigene Tor. Erst in der Nachspielzeit gelang Yussuf Poulsen der Ausgleich und damit die Verlängerung. In der 98. Minute verwandelte Dominik Kaiser einen Foulelfmeter, ehe Terrence Boyd (108.) mit seinem ersten Pflichtspieltor für RB alles klar machte.

«Das Spiel dürfen wir niemals verlieren. Wir haben mehrere tausendprozentige Konterchancen und müssen eine davon nutzen. Ein richtig bitterer Abend für uns», sagte Aues Michael Fink, und Trainer Tomislav Stipic ergänzte: «Ich bin unheimlich stolz auf meine Jungs. Das nächste Mal werden wir uns belohnen, da habe ich keine Zweifel.» Leipzigs Torschütze Poulsen war sich dagegen nach seinem Treffer sicher, dass der Sieg in Leipzig bleibt. «Nach 90 Minuten war klar, dass wir gewinnen, weil wir mehr Power hatten.»

In einer Begegnung, die vor allem von der Spannung lebte, überraschte Aue die Gastgeber mit einer ungewöhnlich offensiven Aufstellung, großer Laufbereitschaft und spielerischer Sicherheit. Gegen die sicher stehende Hintermannschaft der Erzgebirgler fiel den Leipzigern wenig ein, die diesmal ohne den verletzten U19-Europameister Joshua Kimmich vor allem im Mittelfeld Kreativität vermissen ließen.

Aue hatte zwar nur wenige Gelegenheiten, diese waren aber hochkarätig. Mike Könnecke hätte die Partie bereits in der 32. und 59. Minute entscheiden können, als er – allein vor RB-Torhüter Fabio Coltorti – verzog beziehungsweise nur die Latte traf. Auch Arvydas Novikovas lief allein auf Coltorti zu, hob den Ball aber kraftlos in dessen Arme (81.).

Leipzig war fast nur über den Dänen Poulsen gefährlich, der sich aber nur selten der Auer Deckung entziehen konnte. In der hektischen Schlussphase prüfte zudem der eingewechselte Terrence Boyd Aues Schlussmann Männel mit einem wuchtigen Kopfball (81.), ehe Poulsens Kopfballtreffer die Verlängerung erzwang. In der Nachspielzeit spielte RB dann die größeren Reserven aus.

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