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Whistler

Langlauf-Staffel gewinnt Silber – Norwegen siegt

dpa

Mit einer unwiderstehlichen Attacke am letzten Anstieg hat Claudia Nystad den deutschen Langläuferinnen Olympia- Silber in der Staffel beschert. Drei Tage nach ihrem Olympiasieg im Teamsprint lieferte die Oberwiesenthalerin in Whistler erneut ein überragendes Rennen.

Glänzend
Die deutschen Staffel-Läuferinnen strahlen mit ihren «Silbernen».

Im Ziel des 4 x 5 Kilometer-Rennens wurde sie von ihren Kolleginnen Katrin Zeller, Evi Sachenbacher-Stehle und Miriam Gössner begeistert gefeiert. Gold holte sich Norwegen mit Schlussläuferin Marit Björgen, die mit dem dritten Gold zur erfolgreichsten Starterin in Vancouver aufstieg. Bronze ging an die Finninnen.

Silber
(l-r) Gossner, Zeller, Stehle-Sachenbacher und Nystad jubeln über Silber.

Dem Endspurt der bärenstarken Nystad im Kampf um Platz zwei konnte niemand mehr folgen. «Ich habe mich in der ersten Runde zusammenreißen müssen, dass ich nicht zu schnell angehe. In der zweiten Runde habe ich gemerkt, dass ich die Stärkste war. Es war einfach alles perfekt», sagte die 32-Jährige, die wie vor einem Jahr bei der WM Platz zwei ins Ziel rettete. «Das haben die Mädchen ganz hervorragend gemacht. Miriam hat die Staffel wie vor einem Jahr in Liberec wieder ins Rennen gebracht und Claudia ist eine hervorragende Schlussläuferin», lobte Bundestrainer Jochen Behle seine Skaterinnen.

Start
Die Langläuferinnen starten über die 4 x 5 Kilometer.

Die aus dem Biathlon-Lager gekommene Gössner strahlte über das ganze Gesicht. «Auf der ersten Runde habe ich noch etwas taktiert. Danach bin ich volles Tempo gegangen. Ich habe alles gegeben», sagte das 19 Jahre alte «Küken» des deutschen Quartetts, dem auch Damen- Bundestrainer Janko Neuber seine Anerkennung zollte: «Was die beiden auf den Skating-Strecken geleistet haben, war fantastisch.»

Sieger
(l-r) Skofterud, Stoermer Steira, Bjoergen und Johaug freuen sich über Gold.

Nach den Wachsproblemen bei der Herren-Staffel am Vortag gingen die DSV-Läuferinnen diesmal mit besser präparierten Ski auf die Strecke. Startläuferin Zeller zeigte sich immer wieder an der Spitze des Feldes und ließ die starke Schwedin Anna Olsson nicht aus den Augen. Als Dritte hinter den Schwedinnen und der Norwegerin Vibeke Skofterud schickte die 30 Jahre alte Oberstdorferin nach fünf Kilometern Teamsprint-Olympiasiegerin Sachenbacher-Stehle ins Rennen.

Wechsel
Evi Sachenbacher-Stehle (l) schickt Miriam Gossner ins Rennen.

«Es ist perfekt gelaufen, besser noch als geplant. Die Taktik ist aufgegangen. Wir haben die Russen abgehängt und auch die Finnen. Ich hatte einen super Ski», meinte Zeller zufrieden. Sachenbacher-Stehle reagierte sofort, als die Norwegerin Therese Johaug zu Beginn der zweiten Klassik-Teilstrecke Druck machte. Doch die Bayerin hatte sich übernommen und auch nicht so gutes Material wie Zeller, denn sie büßte Zeit ein, während an der Spitze die nach vorne gestürmte Polin Justyna Kowalczyk Tempo machte.

Gold
Die Norwegerin Marit Björgen fährt mit der norwegischen Fahne über die Ziellinie.

«Auf der ersten Runde war es ganz okay, aber auf der zweiten Schleife hat der Ski ziemlich abgebaut. Am Anstieg war ich dann total platt, weil ich so viel anschieben musste», gestand Sachenbacher- Stehle, die mit 28,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze an Gössner übergab.

Jubel
Claudie Nystad hebt jubelnd die Arme als sie über die Ziellinie fährt.

Und die Garmisch-Partenkirchenerin rechtfertigte ihren Einsatz wie vor einem Jahr in Tschechien mit einer bravourösen Aufholjagd. Sie machte 15 Sekunden gut und brachte das deutsche Quartett wieder bis auf Rang drei. Während Björgen mit sicherem Vorsprung ihrem dritten Gold der Spiele entgegenstürmte, entbrannte dahinter ein spannender Kampf um Silber, den Nystad mit einem energischen Zwischenspurt für das deutsche Team entschied.

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