Archivierter Artikel vom 19.03.2011, 14:02 Uhr
Falun

Langläuferinnen Zeller und Fessel überzeugen

Überzeugende Leistungen trotz schwindender Kräfte: Katrin Zeller und Nicole Fessel mobilisieren beim Weltcup-Finale der Langläuferinnen noch einmal die letzten Reserven.

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Wille
Katrin Zeller kämpfte unermüdlich.
Foto: DPA

Mit den Plätzen elf und zwölf unterstrichen Katrin Zeller und Nicole Fessel ihre gute Form zum Saisonende, doch sie klagten auch über ein Missgeschick. «Ich kam beim Skiwechsel einfach nicht aus der Box, die Ski klebten an der Gummimatte. Das war sehr ärgerlich», sagte Fessel. Sie musste einer größeren Gruppe hinterherhecheln, in der hohes Tempo gemacht wurde. Dem konnte in der Schlussphase auch Zeller nicht folgen. Damit waren die erhofften Plätze unter den besten Zehn nicht mehr möglich. «Es war dennoch eine überzeugende Vorstellung der beiden. Sie haben noch Ziele, die sie am Sonntag im letzten Wettbewerb auch erreichen können», bemerkte Bundestrainer Jochen Behle.

«Das ist sehr ordentlich, was die beiden da angeboten haben», sagte Behle. Bereits im klassischen Bereich gehörten sie zur vorderen Gruppe und hatten sogar noch Chancen auf Top-Ten-Ränge. Dann aber zogen die Etablierten das Tempo an. «Es geht sehr gut, das überrascht mich. Aber ich merke schon, dass die Saison an den Kräften zehrt. Mein Ziel, Platz 15 im Gesamtweltcup, kann ich aus eigener Kraft schaffen. Das ist Motivation», meinte Zeller.

Eine Klasse für sich im schwedischen Falun war wieder einmal Marit Björgen. Die viermalige Weltmeisterin aus Norwegen distanzierte ihre Dauerrivalin Justyna Kowalczyk aus Polen um 25,1 Sekunden. Dritte wurde 30-Kilometer-Weltmeisterin Therese Johaug aus Norwegen.

Die Oberwiesenthalerinnen Denise Herrmann und Monique Siegel traten nicht mehr an. Sie hatten sich beim Prolog am Vortag übernommen und waren auf den letzten beiden Plätzen gelandet.