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    Langläufer Angerer und Teichmann wollen nach Sotschi

    Eine Abschiedstournee durch die internationalen Langlauf-Loipen wird die Weltcup-Saison für Tobias Angerer und Axel Teichmann nicht. Dafür sind die Oldies im deutschen Team viel zu ehrgeizig.

    Langlauf-Routiniers
    Die Langlauf-Routiniers Axel Teichmann (l) und Tobias Angerer wollen nach Sotschi.
    Foto: Kay Nietfeld - DPA

    Schließlich wartet im Februar noch einmal ein besonderes Ziel auf die beiden erfolgreichsten Langläufer der gesamtdeutschen Langlauf-Geschichte: Olympia in Sotschi. «Der Teilnahme dort wird alles untergeordnet. Da bleibt keine Zeit für Sentimentalitäten auf den einzelnen Weltcup-Stationen. Schließlich müssen wir uns alle erst qualifizieren. Je eher, desto besser», sagt Angerer vor dem Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo.

    Motiviert wie immer, vielleicht sogar noch einen Tick stärker, gehen der Vachendorfer und sein Teamkollege aus Bad Lobenstein in das Wettkampfjahr. Trainiert haben beide hervorragend, größere Krankheits- oder Verletzungsausfälle blieben ihnen erspart. «Es hat definitiv noch einmal einen Qualitätsschub im Training gegeben, berichtet Angerer. Teichmann ergänzt: «Ich war voll konzentriert, habe eine richtig gute Grundlage gelegt.»

    Angerer und Teichmann stehen für die größten Erfolge deutscher Langläufer: Weltmeister, Olympia-Medaillengewinner, Tour de Ski-Sieger, Gesamtweltcup-Erfolge. In den vergangenen zwei Jahren wurde es etwas ruhiger um sie. Die junge internationale Konkurrenz um die Überläufer Petter Northug (Norwegen) und Dario Cologna (Schweiz) lief ihnen den Rang ab. Dennoch reichte es immer noch für vordere Platzierungen in Rennen, die sie sich dafür auserkoren hatten. Außer bei der WM im Februar in Val di Fiemme. Dort ging, vor allem bei Teichmann, alles schief.

    «Das ist längst vergessen. Wenn mich nicht die Journalisten darauf angesprochen hätten, wüsste ich es nicht mehr», bemerkt der 34-jährige Thüringer, der in Italien durch Stockbrüche und Stürze auffiel. «Das passiert mit Sicherheit nicht mehr. Axel hat alles Pech aufgebraucht», sagt Angerer, dem eine Staffel-Medaille in Sotschi am liebsten wäre: «Wenn wir als Team auftreten und solche Missgeschicke wie in Val di Fiemme ausbleiben, haben wir eine Chance - wie sieben andere Teams auch.»

    Bundestrainer Frank Ullrich hat dann wahrscheinlich ein Luxusproblem bei der Besetzung, denn mittlerweile drängen die jungen Akteure massiv nach. «Wir sind eine Mannschaft, obwohl wir nicht immer gemeinsam trainieren. Die Jungen haben sich entwickelt, verstecken sich nicht mehr hinter uns Älteren», sagt Angerer.

    Im Fokus werden die Routiniers dennoch bleiben. «Aber ich werde erst im Frühjahr zurückblicken. Da ist dann genügend Zeit», sagt Teichmann, der im Gegensatz zu seinem Kollegen noch nicht entschieden hat, wie es dann mit ihm weitergeht. «Es gibt Optionen im Sport weiterzumachen, aber auch außerhalb des Sports», erzählt Teichmann. Angerer ist da schon weiter. «Ich werde im September 2014 ein duales Studium im Sportmanagement beginnen. Ich möchte im Sport bleiben und etwas von dem zurückgeben, was ich erfahren durfte.»

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