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    München

    Kuranyi hofft auf WM – Lehmann zweifelt Adler an

    Kevin Kuranyi kämpft mit treuherzigen Worten um den WM-Traum, seine ärgsten Konkurrenten werben mit Toren: Rund zwei Wochen vor der Nominierung des vorläufigen Kaders für die Fußball-WM durch Joachim Löw spitzt sich das Stürmer-Roulette im DFB-Team zu.

    Gespann
    Kevin Kuranyi (l) blühte unter Trainer Felix Magath bei Schalke wieder auf.

    «Der Bundestrainer hat noch nicht angerufen», berichtete Pfostenschütze Kuranyi nach dem 3:1-Sieg mit dem FC Schalke gegen Borussia Mönchengladbach. Bislang hofft der vor 18 Monaten aus der DFB-Auswahl ausgeschlossene Torjäger vergeblich auf ein Gespräch mit Löw, in dem er um eine zweite Chance beim Bundestrainer werben könnte. «Alle, die mich kennen, wissen, dass ich ein Teamplayer bin. Und alle, die mich auch als Menschen kennen, wissen, dass ich ein guter Junge bin», sagte Kuranyi stellvertretend dem Nachrichtenmagazin «Spiegel».

    Löw lässt Kuranyi zappeln, erst Ende des Monats will er sich in der öffentlich hysterisch geführten Personalfrage entscheiden und begutachtet bis dahin einfach die Entwicklung seiner WM-Kandidaten. Die von Schalke-Coach Felix Magath im Zusammenhang mit der vertagten Kuranyi-Entscheidung geäußerte Kritik wies Löw im Fachmagazin «kicker» zurück. «Magath macht hervorragende Arbeit auf Schalke und soll schauen, dass da die Dinge laufen. Da gibt es für ihn einiges zu tun, etwa mit dem neuen Vertrag mit Kuranyi.»

    «Die aktuelle Form ist besonders wichtig. Aber der Gedanke, wonach der momentan Stärkste mitfährt, ist nicht immer zwingend. Derjenige, der der Mannschaft am meisten geben kann, der in unserem System den meisten Erfolg haben wird, kommt mit», verdeutlichte Teammanager Oliver Bierhoff in einem am Wochenende in mehreren Zeitungen abgedruckten Interview die Vorgehensweise der sportlichen Leitung. Und der Manager ergänzte: «Es geht also auch um Charakterfragen. Macht jemand den Laden verrückt, wenn er nicht spielt?»

    Der einstige Stadionflüchtling Kuranyi traf am 31. Bundesliga-Spieltag - das leere Tor vor Augen - nur den Torpfosten, während der Stuttgarter Cacau gleich zweimal zuschlug und dem Leverkusener Stefan Kießling bereits das 19. Saisontor gelang. Zudem meldete sich der in der Offensive vielseitig verwendbare Münchner Jung-Nationalspieler Thomas Müller mit zwei Toren nach einem körperlichen Zwischentief zurück. Die wiederum torlosen Mario Gomez und Lukas Podolski sowie der erkrankt fehlende Krisenstürmer Miroslav Klose gelten weiterhin nicht als erste Streichkandidaten in Löws Personaltableau.

    Der Bundestrainer blieb verbal in Deckung, dafür sprachen im aufgeregten Nominierungsendspurt andere Klartext. «Dass es nicht nur nach Leistung geht in der Nationalmannschaft, das ist doch mittlerweile jedem klar», schimpfte der ausgebootete Bremer Torsten Frings. Gleich sieben WM-Aspiranten nahm Tribünengast Löw beim Bremer Sieg in Wolfsburg persönlich unter die Lupe, ausgerechnet der 33-jährige Routinier Frings trumpfte als Doppel-Torschütze auf.

    An einen Salto rückwärts des Bundestrainers glaubt aber nicht einmal Frings selbst: «Wir sind nicht im Träumeland. Fakt ist, dass ich nicht mehr spielen darf.» Zumal der Stuttgarter Sami Khedira mit einem geglückten 45-Minuten-Comeback nur drei Wochen nach einem Kreuzbandanriss die personellen Sorgen des Bundestrainers auf der wichtigen zentralen Position im Mittelfeld vorerst wieder linderte.

    Das persönliche Schicksal von Frings beklagt insgeheim auch Jens Lehmann, der im ZDF die WM-Tauglichkeit seines Nummer-1-Nachfolgers René Adler anzweifelte. Der 25-Jährige von Bayer Leverkusen und der ebenfalls von Löw fix eingeplante Schalker Manuel Neuer (24) hätten zwar großes Potenzial, aber «man sieht, dass die Konstanz nicht so vorhanden ist. Konstanz sollte aber da sein», erklärte Lehmann. Für Adler werde es «schwierig» werden, denn eine WM sei «ein anderes Niveau», bemerkte Lehmann. «René, der wohl spielen wird, muss sich einfinden und gut organisieren. Aber das kann man nach drei oder vier Saisons in der Bundesliga noch nicht so gut», sagte Lehmann.

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