Archivierter Artikel vom 02.08.2010, 10:20 Uhr

Kunststofftechnik: Profi für Plastikprodukte werden

Merseburg (dpa/tmn). Plastik begegnet einem überall im Alltag. Kunststoff ist aber nicht gleich Kunststoff. Er lässt sich vielseitig ausformen: zur robusten Plexiglasscheibe oder zum feinen Nylonstrumpf. Wie das funktioniert, lernen Studenten im Fach Kunststofftechnik.

«Bei uns wird man gewissermaßen zum Bäcker für Polymere», erklärt Prof. Thomas Rödel von der Fachhochschule Merseburg, die das Fach ab diesem Herbst anbietet. So lernten Studenten die Entwicklung von Kunststoffprodukten von den Rohstoffen bis zu den fertigen Teilen kennen. «Dabei geht es zum Beispiel darum, wie eine Stoßstange am Auto beschaffen sein muss, damit sie einen Crashtest übersteht.» Oder um die Vorteile von Brillengläsern aus Kunststoff: «Sie sind unter anderem leichter.»

Im Studium stehen zunächst naturwissenschaftliche Grundlagen wie Mathematik, Physik und Chemie auf dem Lehrplan. Daneben müssen Studenten sich mit Werkstofftechnik und Konstruktionslehre beschäftigen. Außerdem werden Thermodynamik und Festigkeitslehre durchgenommen.

Arbeit für Absolventen gibt es zum einen in der Chemischen Industrie. Andere sind im Automobilbau, in der Luft- und Raumfahrttechnik oder im Elektrobereich tätig. Zu ihren Aufgaben gehört etwa, neue Produkte zu entwickeln, Fertigungsprozesse zu verbessern oder sich um den Vertrieb zu kümmern. Ähnliche Studienangebote wie in Merseburg gibt es an rund zwei Dutzend Hochschulen in Deutschland. An einigen wird das Fach unter dem Namen «Polymerwissenschaften» oder «Polymer Science» angeboten.

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