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    Kürzerer Arbeitsweg durch Umzug: Finanzamt rechnet nach

    Berlin/Hamburg (dpa/tmn) – Finanzämter dürfen mit Routenplanern den Arbeitsweg von Steuerzahlern nachrechnen. Auf diese Weise dürfen sie ermitteln, ob ein Umzug tatsächlich den Weg zur Arbeit um eine Stunde verkürzt und so steuerlich absetzbar ist.

    Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Hamburg hervor, auf das der LBS Infodienst Recht & Steuern in Berlin hinweist (Aktenzeichen: 5 K 33/08).

    In dem Fall war ein Mitarbeiter im öffentlichen Dienst umgezogen und hatte dafür 4500 Euro ausgegeben. Diesen Betrag machte er als Werbungskosten steuerlich geltend, da die tägliche Fahrtzeit zur Arbeit durch den Umzug um mindestens eine Stunde kürzer sei. Das Finanzamt lehnte jedoch ab: Die Beamten hatten mit Hilfe von drei Routenplanern aus dem Internet eine deutlich geringere Zeitersparnis errechnet. Der Mann wandte dagegen ein, dass Routenplaner nicht in der Lage seien, die Verkehrsbelastung zu Stoßzeiten korrekt zu berechnen.

    Das Gericht gab jedoch dem Finanzamt recht und erkannte die Aufwendungen nicht als Werbungskosten an. Die Durchschnittswerte von drei unterschiedlichen Routenplanern reichten aus, um die Zeitersparnis einzuschätzen. Außerdem arbeite der Betroffene im Schichtdienst und könne deshalb die Stoßzeiten umgehen.

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