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Kritik: Zum vierten Mal: Polizistenduo nimmt`s mit dem Bösen auf

"Lethal Weapon" geht auch beim vierten Aufguß Von (Mit Bild FKM04)

Los Angeles (dpa) – Die Grübchen von Martin Riggs (Mel Gibson) und die Sorgenfalten seines Kollegen Roger Murtaugh (Danny Glover) sind über die Jahre tiefer geworden. Doch zum Glück für die Fans der "Lethal Weapon"-Serie sind die beiden Cops noch nicht außer Puste: Zum vierten Mal nimmt es das Polizistenduo mit dem Bösen auf.

Da mögen die Kritiker über die alte Masche stöhnen, die von den Drehbuchschreibern weitergestrickt wird, die Kinogänger stört die Wiederaufbereitung der Klamotte kein bißchen. Die Komödie mit den haarsträubenden Stunts, wilden Explosionen und frechen Sprüchen übertraf sich bereits wieder selbst. Mit 34,4 Millionen Dollar (60,8 Millionen Mark) startete der vierte Teil am ersten Wochenende in den USA noch besser als seine Vorgänger.

Wie in den ersten Filmen um die "Tödlichen Waffen" zieht Regisseur Richard Donner auch diesmal alle Register des Actionkinos. Das ungleiche Pärchen richtete mit seiner ungewöhnlichen Strafverfolgung in den vergangenen elf Jahren soviel Blechschaden an, daß die Haftpflichtversicherung dem Revier von Riggs und Murtaugh kündigte. Gleich zu Beginn von "Lethal Weapon - zwei Profis räumen auf" fliegen Tankwagen in die Luft, jagt Schlitzohr Riggs auf einer Tischplatte über den Highway und muß der ewig aufrechte Murtaugh seinem ungestümen Kollegen wieder Ratschläge fürs Leben erteilen.

Die Helden in dem jüngsten Streifen sind einer chinesischen Schlepperorganisation auf der Spur. Daß Mel Gibson in dem Film ein paar gut gezielte Kung-Fu-Tritte von dem asiatischen Star Jet Li einstecken muß, überrascht nicht, schließlich werden auch Kinohelden nicht jünger, auch wenn sie in der Umkleidekabine trotzig skandieren: "Wir sind nicht zu alt für diesen Mist!". Und noch wird jede Frau schwach, wenn Mel Gibson hilflos am Boden blinzelt.

Für weiblichen Charme sorgt wieder Rene Russo. Joe Pesci bereichert als bemitleidenswerte Nervensäge die Leinwand und Newcomer Chris Rock heizt als charismatischer Komiker ein. Wie in alte Tennissocken würden derweil die Hauptdarsteller in ihre Rolle schlüpfen, freut sich die Zeitschrift "People", während "Entertainment Weekly" nun doch eher zur Pensionierung rät.

Als abgegriffen und verrostet zerreißt das Blatt das Rezept aus dem Hause Warner Brothers, ohne zu bestreiten, daß es immer noch zieht. Mehr als 2.000 Fans strömten zur Weltpremiere vor das altehrwürdige Mann's Chinese Theater in Hollywood, um die Ankunft der Stars mitzuerleben. Schauspieler George Clooney und Halle Berry wurden unter anderem als Gäste gesichtet. "Es ist toll, daß die Leute den Film mögen. Und es ist großartig, dem Publikum ein bißchen Dynamik bescheren zu können", freut sich Mel Gibson über den ungebrochenen Erfolg. So wundert es auch nicht, daß in Hollywood schon über einen fünften Teil von "Lethal Weapon" spekuliert wird.

Claudia Hamboch, dpa

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