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Kritik: Weihnachtsmann in Nöten

Acht Jahre ist es her, dass Scott Calvin (Tim Allen) in Disneys Weihnachtshit "Santa Clause" zufällig zum Chef- Geschenkeverteiler der christlichen Welt wurde.

In der Fortsetzung "Santa Clause 2 – Eine noch schönere Bescherung" läuft am Nordpol wenige Wochen vor Weihnachten eigentlich alles wie geschmiert, nur dass Santas Pfunde dahinschmelzen wie Schneeflocken in der Frühlingssonne und sein weißer Rauschebart unaufhaltsam einer Glattrasur entgegenschrumpft.

Am Nordpol führt ein Klon die Geschäfte

Die Rückentwicklung Santas in einen schlanken und bartlosen Normalbürger ist in vollem Gange. Die Erklärung liefert das Kleingedruckte in seinem Arbeitsvertrag: Bis zum Weihnachtstag muss der Statthalter am Nordpol seine Mrs. Clause gefunden haben, sein Single-Dasein ein Ende haben. Ansonsten ist er seinen Job los, denn schließlich hat der Weihnachtsmann in Amerika eine Frau. In dem neuen Film hat er daheim in seiner amerikanischen Kleinstadt außerdem eine Ex-Frau und einen Sohn. Charlie (Eric Lloyd) ist zu einem pubertierenden Rebell herangewachsen, dessen Graffiti-Schmierereien an Schulwänden ihm einen Platz auf der Liste der unartigen Kinder bescheren.

Santa gerät also in Zugzwang: Charlie braucht seinen Vater, damit er nicht von der Schule fliegt, der Vater selbst braucht um der Karriere willen eine Braut. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich auf dem Rücken eines galoppierenden Rentieres davonzustehlen und die Krise vor Ort zu managen. Damit die fleißig hämmernden Elfen in den heimeligen Spielzeugschmieden des Weihnachtsdorfs auf der Zielgeraden zum Fest nicht die Nerven verlieren, werden die Geschäfte am Nordpol an einen Klon übergeben.

Knallharte Schuldirektorin glaubt nicht an den Weihnachtsmann

Zurück in seinem Leben als Scott Calvin muss Santa die strenge und eiskalte, aber schöne Schuldirektorin Carol (Elizabeth Mitchell) davon überzeugen, dass Charlie eine zweite Chance verdient. Praktischerweise ist die Frau auch noch Single. Aber kann sich die knallharte Realistin, die weder an den Weihnachtsmann glaubt noch viel von kuscheligen Kindheitssentimentalitäten hält, in ihn verlieben? Während Santas Gnadenfrist langsam aber sicher abläuft, gerät das Vorweihnachtsgeschäft am Nordpol außer Kontrolle...

Biedere Weihnachtsmär in nostalgisch-schnörkeliger Kulisse

Detailversessen ließ der Regisseur Michael Lembeck ein kunterbuntes und nostalgisch-schnörkeliges Weihnachtsdorf entwerfen, in dessen Kulissen bis zu 350 Kinder als Elfen wuseln. "Es hat so viel Spaß gemacht, Santa zu spielen, weil die Kids am Drehort dachten, dass ich wirklich der Weihnachtsmann bin", sagt der Hauptdarsteller Tim Allen dazu, "ich hatte eine große Verantwortung zu tragen, um diese Kinder nicht zu enttäuschen". Der Regisseur Lembeck ist davon überzeugt, dass seine biedere Weihnachtsmär beim Kinopublikum in diesen oft chaotischen Zeiten ein Verlangen stillen kann.

Anna-Barbara Tietz, dpa

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